Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Weihe

Die Paradoxie der Maske

Die Geschichte einer Form

Cover: Die Paradoxie der Maske

Wilhelm Fink Verlag, München 2004
ISBN-10 3770539141
ISBN-13 9783770539147
Kartoniert, 390 Seiten, 39,90 EUR

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Klappentext

Richard Weihe untersucht die kulturgeschichtlichen Metamorphosen der Maske und schlägt einen weiten Bogen vom antiken Maskentheater bis zur Commedia dell'arte, von Cicero bis zu Machiavelli, Lavater, Plessner und gegenwärtigen Tendenzen. Während die Maske als Gesicht und Person (griech. "prosopon" in der Doppelbedeutung von Gesicht und Maske) in der Antike für die paradoxe Einheit des Verschiedenen stand, scheint die Gesellschaft heute diesem Konzept entgegenzuarbeiten. Im Zeichen von Körperdesign und Gentechnologie wird die Maske in die organische Struktur des Gesichts selbst inkorporiert. Damit wird die Differenz von Natur und Kultur tendenziell obsolet, und die Maske operiert nicht mehr als Zeichen dieser Differenz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2004

Von der griechischen Tragödie bis zu Jean Baudrillard spannt sich der Bogen, den Richard Weihe in den drei Teilen von "Die Paradoxie der Maske" spannt, geht man nach der Rezension von Christiane Kruse. Drei wesentliche Beziehungen zwischen Maske und Gesicht werden dabei untersucht: die Unterscheidung und die Gleichsetzung von Maske und Gesicht ("maschera" beziehungsweise "prosopon") und die Gleichsetzung von Maske und Person ("persona"). Dabei wird (natürlich) auch immer die Frage nach Lüge und Wahrheit, Schein und Sein verhandelt. Kruse äußert sich nicht dazu, inwiefern Weihe bei seinem Vorhaben, eine Kulturgeschichte des Maskentragens zu schreiben, erfolgreich war. Man kann jedoch, wenn man schon das Fehlen eines kritischen Einwands nicht als Zustimmung gelten lassen will, die Vielgestaltigkeit der Themen, um die es geht, als Indikator des Gelingens auffassen: Stationen der Bildungsreise sind Afrika und Attika, Genesis und Tertullian, die Patristik und Ödipus, Dionysos und Machiavelli, Mysterienspiel und Commedia dell?arte, Diderot und Cyberspace.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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