Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Die Tochter eines reichen Lords ist verschwunden, und ihre angeblichen jugendlichen Entführer haben Selbstmord begangen: Eine Katastrophe polizeilicher Ermittlungsarbeit und für Detective Inspector John Rebus Ansporn genug, die wahren Hintergründe dieser schrecklichen Geschichte aufzudecken. Alle Spuren weisen auf eine Verschwörung hin, die bis in die höchsten politischen Ämter Schottlands zu reichen scheint - und prompt wird Rebus zwangsweise von dem Fall beurlaubt.
Je mehr Titel von Ian Rankin Rezensent Tobias Gohlis in die Hände fallen, desto größer seine Begeisterung, teilt er gleich zu Anfang aufgekratzt mit. Der vorliegende Kriminalfall scheint die Erwartungen zu erfüllen. Das "von den Rändern eines Nebenschauplatzes erzählte Geschehen" findet der Rezensent zwar wie immer schwer durchschaubar, doch scheint gerade dies die Qualität von Rankins Kriminalromanen zu sein. Deren Held, Detective Inspector John Rebus, ist für Gohlis von den noblen grauen Zellen eines Hercule Poirot "soweit entfernt wie der Hintern vom Gehirn". "Gerissen, egoistisch , obszön, respektlos und aufsässig" sei dies ein Bulle, wie er "kaum je im Buche stand". In diesem Krimi geht es Gohlis zufolge um korrupte Politik und Leute, die für ein paar Arbeitsplätze über Leichen gehen.
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