Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacques Derrida, Jürgen Habermas

Philosophie in Zeiten des Terrors

Zwei Gespräche, geführt, eingeleitet und kommentiert von Giovanna Borradori

Cover: Philosophie in Zeiten des Terrors

Philo Verlag, Berlin 2004
ISBN-10 3865723586
ISBN-13 9783865723581
Kartoniert, 256 Seiten, 24,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen und Französischen von Ulrich Müller-Schöll. Was heißt Philosophie in Zeiten des Terrors? Welchen Aufgaben muß sie sich stellen? Nach den Anschlägen des 11. Septembers hat Giovanna Borradori Jürgen Habermas und Jacques Derrida in den USA befragt. Im Gespräch formulieren diese bedeutendsten Protagonisten der zeitgenössischen deutschen und französischen Philosophie ihre Positionen und reflektieren unter anderem den Begriff des Terrorismus, die Tauglichkeit von Dialogmodellen auf interkultureller Ebene und die Durchschlagskraft des internationalen Rechts. Jenseits inhaltlicher und stilistischer Differenzen überraschen die beiden Philosophen durch Einigkeit: in ihrem Votum für Aufklärung, in ihrem Eintreten für Demokratie und ihrem entschiedenen Plädoyer für den Ausbau internationaler Rechtsinstitutionen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2004

Zu den markanten europäischen Beständen gehört die spezielle Form der aus der leidvollen Erfahrung von Religionskriegen erwachsenen Säkularisierung, weiß Rezensent Uwe Justus Wenzel. Dieses säkulare Erbe skizziere Jacques Derrida in dem Band über "Philosophie in Zeiten des Terrors", der zwei von Giovanna Borradori geführte und kommentierte Gespräche mit dem französischen Philosophen und Jürgen Habermas bietet. Derrida zeige damit eine Alternative sowohl zu der politischen Theologie des Islamismus wie auch zu derjenigen des in den USA laut gewordenen christlichen Fundamentalismus auf. Als eigentliches Projekt Europas arbeite Derrida das einer Verrechtlichung der internationalen Beziehungen heraus, wie Immanuel Kant es vor über zweihundert Jahren maßgeblich und in den Grundzügen unüberholt auf den Begriff gebracht habe.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren