Aus dem amerikanischen Englisch von Cornelia Stoll. England 1377. Nachdem seine Mutter gestorben ist, wird Crispin von dem bösen Gutsvogt John Aycliffe des Diebstahls beschuldigt und für vogelfrei erklärt. Von allen verlassen und gejagt, flieht er in die umliegenden Wälder. Dort trifft er auf den raubeinigen fahrenden Spielmann namens Bär, der sich liebevoll um den Jungen kümmert. Erst als Crispin das Geheimnis um seine Herkunft entdeckt beginnt er zu ahnen, warum der Gutsvogt ihm nach dem Leben trachtet. Er stellt sich seinem Schicksal und entscheidet sich für ein freies Leben an der Seite von Bär.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2004
Hilde Elisabeth Menzel hat ein bisschen Angst, dass die jungen "SMS- Freaks" und "Internet-Chatter" von heute nicht mehr zum Buch greifen, doch was dieses hier angeht, macht sie sich keine Sorgen. Denn Avi, schreibt sie, beherrscht die Kunst der spannenden, dramaturgisch perfekt inszenierten Erzählung, und so werden die Kids begierig die Seiten wenden, um zu erfahren, wie es dem Titelhelden ergehen wird, einem 13- jährigen Jungen, der im mittelalterlichen England von der Gemeinschaft seines Heimatdorfes für vogelfrei erklärt wird und in die Wälder flüchten muss. Dort trifft er einen bärbeißigen Spielmann, der sich seiner annimmt, und der etwas zu wissen scheint über Crispins Vater, den der Junge nie kennen gelernt hatte? Das alles ist lebendig geschildert und ausgezeichnet recherchiert, meint Menzel, und dürfte dem jungen Leser das Mittelalter zur überaus gegenwärtigen Abenteuerkulisse werden lassen.
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