Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Regula Bochsler

Ich folgte meinem Stern

Das kämpferische Leben der Margarethe Hardeggger

Cover: Ich folgte meinem Stern

Pendo Verlag, Zürich 2004
ISBN-10 3858425737
ISBN-13 9783858425737
Gebunden, 456 Seiten, 24,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Margarethe Hardegger (1882 - 1963) war klug, mutig und radikal. Sie wusste, was sie wollte: Gerechtigkeit, Emanzipation, Freiheit. Sie war die erste Arbeitersekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und eine unermüdliche politische Vorkämpferin. Aber sie traf auf erbitterte Widerstände und zahlte einen hohen Preis: die große Liebe ihres Lebens. Regula Bochsler schildert das Leben dieser fast vergessenen Frau auf packende und bewegende Weise. Dabei entwirft sie das farbige Bild einer Zeit, in der viele unangepasste Menschen für Freiheiten kämpften, die heute selbstverständlich scheinen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.01.2005

Ein "verblüffend anschauliches Porträt" sei der Züricher Historikerin und Fernsehjournalistin Regula Bochsler gelungen, urteilt Rezensentin Claudia Tieschky wohlwollend. Beschrieben wird das Leben der Margarethe Hardegger, die, "hübsch, brillant und radikal", 1904 die erste Arbeitersekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes wird. Die revolutionäre Agitatorin und Mitglied der Schwabinger Boheme gründet gemeinsam mit Gustav Landauer den Sozialistischen Bund. Später beginnt sie ein Verhältnis mit dem Anarchisten Erich Mühsam. Unter anderem wegen Meineids und Beteiligung an Schmuggelaktionen muss sie mehrere Male ins Gefängnis, zudem leidet sie permanent unter Geldnot. Ihr Haus in Bern wird ab 1914 zur Kommune, wo sie einen Arbeiter-Diskussions-Club einrichtet. Stets bleibe die Biografin in konsequenter Distanz zu ihrer Heldin und deren bewegtem Leben, lobt die Rezensentin. Hardegger, die später einen Hang zur Esoterik entwickelt, zieht sich schließlich in die Naturmenschen-Kolonie Monte Verita im Tessin zurück.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.06.2004

Antje Schrupp begrüßt es sehr, dass die Schweizer Sozialistin Margarethe Hardegger nun endlich mit zwei Biografien gewürdigt wird, wenn sie auch findet, dass beide Bücher dieser bedeutenden Protagonistin der Schweizer Arbeiterbewegung nicht wirklich gerecht werden. Die Biografie von Regula Bochsler nähert sich Hardegger auf chronologischem Wege und schildert die wichtigsten Stationen dieses bewegten Lebens, stellt die Rezensentin fest. Allerdings moniert Schrupp, dass die Autorin viel zu viele "nebensächliche Details" aufbietet und Hardegger zwar als "Geliebte berühmter Männer" mit ständigen finanziellen Schwierigkeiten vor Augen führt, über ihre politischen Ansichten und Aktivitäten aber kaum etwas erzählt. Eine Biografie, die Hardeggers politischen Überzeugungen und ihre "alltägliche, persönliche Lebensführung" gemeinsam betrachtet, steht also noch aus und wird die Aufgabe zukünftiger Biografen sein, so Schrupp abschließend.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Für ein Happy End

03.02.2012: Die FAZ versinkt in William Trevors sehr irischem Roman "Turgenjews Schatten", der von der Liebe zweier Menschen erzählt, die einfach nicht für das Leben gerüstet sind. Die SZ liest Krimis von Buddy Giovinazzo, verübelt ihm aber, dass er den literarischen Wahnsinn zum Tiefstpreis verschleudert. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Peter Nadas: Parallelgeschichten

26.01.2012: Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren