Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bernhard Kathan

Zum Fressen gern

Zwischen Haustier und Schlachtvieh

Cover: Zum Fressen gern

Kadmos Kulturverlag, Berlin 2004
ISBN-10 3931659488
ISBN-13 9783931659486
Gebunden, 256 Seiten, 18,50 EUR

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.04.2004

Das Bewusstsein für Tierschutz ist ein Phänomen der Neuzeit - das lässt sich aus Bernhard Kathans kulturgeschichtlichen Untersuchungen zweifelsfrei festhalten. Den Schock der Erkenntnis, dass zwischen Mensch und Tier eine beträchtliche Verwandtschaft besteht, datiert er auf das Jahr 1699, in dem Edward Tysons Buch "Orang-Outang, sive Homo Sylvestris, or, the Anatomy of a Pygmie Compared with that of a Monkey, an Ape, and a Man" erschien. Das Ganze gipfelte dann in Darwins Abstammungslehre. Eine Umkehrbewegung setzte allerdings rasch ein: In der technischen Ausgrenzung des Leidens der Tiere aus unserer Aufmerksamkeit. Der Schmerz des Schlachthoftodes bleibt uns fern. Rezensent Gerhard Neumann ist von Kathans Buch sehr angetan. "Angenehm" findet er es, dass der Autor weder "sentimentalisiert" noch "moralisiert", höchstens einmal in beinahe "poetischen" Szenen wie der der Einschläferung einer Katze klar macht, auf welcher Seite er steht.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.03.2004

Richard David Precht hat in diesem Buch des Künstlers und Sozialwissenschaftlers Bernhard Kathan eine, wie er lobt, "kleine, aber sehr genau gezeichnete Phänomenologie all der Widersprüche" im menschlichen Verhältnis zum Tier gefunden, die "im Kopf des Normalmenschen gemeinhin nicht aufeinander treffen". Auch glaubt der Rezensent, dass sich kein anderes Buch diesen widersprüchlichen Verhältnissen bislang "auf vergleichbar ungewöhnlichen Pfaden" genähert haben dürfte. So liegt Kathans Stärke für den Rezensent in den "oft spitzfindigen" psychologischen Beobachtungen und "minutiösen Gedankenexperimente" etwa zur Frage, wie groß ein Tier sein muss, damit "uns sein Todeskampf noch bewegt".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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