Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thomas Böhm (Hrsg.)

Auf kurze Distanz

Die Autorenlesung. O-Töne, Geschichten, Ideen

Cover: Auf kurze Distanz

Tropen Verlag, Köln 2003
ISBN-10 3932170679
ISBN-13 9783932170676
Kartoniert, 192 Seiten, 15,80 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

"Auf kurze Distanz" verbindet exklusive literarische Beiträge bekannter Autoren, deren Lesungen einen besonderen Gestaltungswillen zeigen, mit essayistischen Texten sowie praktischen Hinweisen zur Organisation von Lesungen. Ein unterhaltsames wie informatives Standardwerk für alle, die als Autoren, Veranstalter oder Besucher an Lesungen teilnehmen. Beiträge und Gespräche von und mit Christian Brückner, Ulrike Draesner, John von Düffel, Georg Klein, Judith Hermann, Michael Lentz, Norbert Niemann, Valere Novarina, Brigitte Oleschinski, Richard Powers, Thomas Raab u.a.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2004

"Höchste Zeit" sei es gewesen, den Schriftsteller "in Erscheinung des Sprechstellers unter die Lupe zu nehmen", scherzt Tobias Lehmkuhl. Denn der öffentliche Vortrag ist nicht nur zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor des Literaturbetriebs avanciert, er verlange auch bestimmte Leistungen vom Lesenden ab, die bisher kaum oder gar keine professionelle Beachtung gefunden hätten. Dies zumindest ist die Feststellung des Herausgebers dieses Bandes. Thomas Böhm, Leiter des Kölner Literaturhauses, zeige nun in seinem "luziden Grundaufsatz", so Lehmkuhl, mögliche Kategorien und Maßstäbe einer gelungenen Lesung auf. Welche das sind, erfahren wir von unserem Rezensenten nicht. An den übrigen Beiträgen, die offenbar von der historischen Bedeutung und aktuellen Problematik des lauten Lesen handeln, hat der Rezensent, wie es scheint, nichts auszusetzen. Veranstaltern, Künstlern und Kritikern zeige der Band, wie anspruchsvoll eine Lesung ist; Zuschauern und Zuhören dagegen sage er, was sie von ihr erwarten können, versichert Lehmkuhl.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.03.2004

Dieser Band bietet "nichts wohlfeil Anekdotisches, kein Gejammer, keine Befindlichkeitsaufsätze", baut Karsten Kredel möglichen Bedenken vor. Statt dessen versammelt er "ein gutes Duzend Beiträge meinungsstarker Autoren", die "klug" zusammengestellt der Frage nachgehen, wozu Autorenlesungen eigentlich gut sind. Die Texte greifen, betont der Rezensent, "ganz von selbst ineinander", während sie die "Begründung einer literarischen Auffassung von mündlichem Vortag und Publikumsgespräch", die "Leseerfahrung als Phänomen", und die "Verwertungszusammenhänge, in denen gelesen wird" behandeln. Dem "schnellen Urteil ins Wort fallend", dass allein der Literaturbetrieb den "Lesezirkus" nötig habe, plädiere das vorliegende Buch dafür, dass die Literatur selbst der Lesung bedarf, berichtet Kredel in seiner Empfehlung des Sammelbandes, der mit der Forderung des Herausgebers schließt, die Lesung als ein Genre zu behandeln.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus
Anzeige
Tropen Verlag bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren