Mit Beiträgen von Sufian H. Bukurura, Clement Daniels, Reimer Gronemeyer und anderen. Mit diesem Band liegt eine kritische Zustandsbeschreibung der politischen Kultur im nachkolonialen Namibia vor. Aus unterschiedlicher Perspektive werden die Möglichkeiten und Grenzen sozialer und politischer Emanzipation in der einstigen deutschen Kolonie ausgelotet. Das Buch liefert einen notwendigen Beitrag zur Diskussion der Ideologie und Praxis einer Befreiungsbewegung an der Macht.
Anlässlich des hundertsten Jahrestags des "Herero-Aufstands" gegen die deutsche Kolonialmacht im damaligen Deutsch-Südwestafrika, bespricht Rezensentin Ursula Trüper auch diesen von Henning Melber herausgegebenen Band, der sich mit dem heutigen Namibia befasst. Wie sie berichtet, kommen hier Autoren zu Wort, die die einstige Befreiungsbewegung und heutige Regierungspartei Swapo jahrelang unterstützt haben und nun eine erste Zwischenbilanz ziehen. "Solidarisch, doch kritisch" fällt diese Trüper zufolge aus. Zustimmend zitiert sie abschließend Melbers Einschätzung, dass gerade jetzt, nach Erlangung der Unabhängigkeit, eine die "hartnäckige Einforderung und Anmahnung" nicht eingelöster emanzipatorischer Zielvorstellungen notwendig sei.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…