Lester Thurow

Die Zukunft der Weltwirtschaft

Cover: Die Zukunft der Weltwirtschaft
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783593374017
Gebunden, 352 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von B. Rullkötter. In der gegenwärtigen Debatte um die wirtschaftliche Globalisierung scheinen sich zwei Gruppen unvereinbar gegenüber zu stehen: Auf der einen Seite die Globalisierungskritiker, die vor den sozialen Ungerechtigkeiten eines weltweit entfesselten Kapitalismus warnen, und auf der anderen Seite die Befürworter der liberalen Marktwirtschaft, die für einen freien globalen Wettbewerb plädieren. Die Debatte ist festgefahren in einem starren Dualismus der Verdammung einerseits und der blinden Affirmation andererseits. Es fehlt an konstruktiven Alternativvorschlägen zur Bewertung und Gestaltung der globalisierten Wirtschaft.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.04.2004

Der US-Ökonom Lester Thurow versprüht ein enormes nationales Selbst- und Sendungsbewusstsein und man merkt sofort, dass das dem Rezensenten Reinhard Blomert überhaupt nicht behagt. So halte Thurow den globalen Konkurrenzkampf und dabei auftretende Ungerechtigkeiten für die ökonomisch vernünftigste Sache der Welt. Japan und Europa sollten gefälligst ihre Wirtschaftspolitik an den Interessen der USA ausrichten, da es auch ihre eigenen seien. Geheimdienstleute mit guter Ausbildung sollten dafür eintreten, wieder etwas mehr Schwung in die Bio- und Computerindustrie zu bringen, die entscheidenden US-Zukunftstechnologien. Der Rezensent macht nicht nur deutlich, dass ihm diese mit breiter Brust vorgetragenen Analysen und Vorschläge von Herzen unsympathisch sind, er stellt auch fest, dass Thurow vor Widersprüchen in der Argumentation nicht zurückschreckt: "Thurow verteilt viele Ratschläge, aber nicht alle sind zu Ende gedacht."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2004

Stefan Bergheim ist alles in allem von diesem Buch über die Zukunft der Weltwirtschaft ziemlich begeistert. Er preist die enorme "Breite, Tiefe und Weitsicht", mit der der amerikanische Autor Lester Thurow seine Voraussagen, wie sich die globale Wirtschaftssituation entwickeln wird, darlegt, wobei dem Rezensent sehr gefällt, dass Thurow nicht nur versucht zu beschreiben, "wie die Welt ist", sondern auch erklären will, warum. Auch belässt es der Autor nicht beim Jammern über die Mängel der Weltwirtschaft, sondern macht konkrete Vorschläge, wie man darauf reagieren sollte, lobt Bergheim. Hat er zu Beginn des Buches, wo der Autor die großen Veränderungen der letzten Zeit beschreibt und sich mit Globalisierungskritikern auseinandersetzt, noch nicht allzu viel Neues gefunden, rühmt er den Teil der Studie, die "Handlungsanweisungen enthält, als "richtig spannend". Als "roter Faden" erscheine dabei der Aspekt "Bildung", der für Thurow zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor wird, erklärt der überzeugte Rezensent. Lediglich der Kritik Thurows an der Europäischen Zentralbank will der Rezensent nicht folgen. Er meint, hier würde der Autor die "viel tiefer liegenden" Ursachen für die Probleme verkennen.
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