Bücherschau der Woche
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Michel Grunewald, Uwe Puschner (Hrsg.)
Le milieu intellectuel conservateur en Allemagne, sa presse et ses réseaux (1890-1960)/Das konservative Intellektuellenmilieu in Deutschland, seine Presse und s
Klappentext
Der vorliegende Band fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse eines internationalen Kolloquiums zusammen, das vom 4. bis 6. Dezember 2002 in Metz stattfand. Er vereinigt 27 Beiträge zum konservativen Milieu in Deutschland, welche den zweiten Teil eines Forschungsprogramms des Centre d'etude des periodiques de langue allemande präsentieren, das den deutschen Intellektuellenmilieus zwischen 1890 und 1960 gewidmet ist. Der Band will anhand eines Querschnitts von repräsentativen Zeitschriften und Zeitungen die Vielfalt der Strömungen anhand von Beispielen erläutern, die über drei Generationen hinweg innerhalb des deutschen Konservatismus bestanden.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2004
Es fällt Stefan Breuer schwer, positive Worte für diesen Band zu finden. Nur, wenn man den Band als Sammelband betrachte, könne man die Beiträge als "informativ und nützlich" einstufen, doch eine solche Betrachtung liege nicht einmal in der Absicht der Herausgeber. Das im Titel erwähnte "konservative Intellektuellenmilieu" suggeriere eine Homogenität, die es so nicht gegeben habe und die daher auch im Buch nicht entstehen könne. Die Herausgeber würden sich auf das Milieu-Konzept von M. R. Lepsius berufen, obwohl sich längst gezeigt habe, dass dieses Konzept nicht greife und es derartig konkrete Abgrenzungen nicht gebe, weshalb nun die Herausgeber ihrem eigenen soziologischen Anspruch nicht entsprechen könnten: "Die vermeintliche Einheit erweist sich als Vielfalt." So würden unter dem genannten Begriff Richtungen wie Liberalismus, Fundamentalismus und sogar Nationalsozialismus besprochen, während zum Beispiel der Adel mit seiner Presse vollkommen außen vor bleibe. Da helfe es auch nichts, wenn die Autoren Listen mit Attributen des Konservatismus' zusammenstellen, so der reichlich frustrierte Rezensent.
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