Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Patricia Highsmith

Die gläserne Zelle

Roman

Cover: Die gläserne Zelle

Diogenes Verlag, Zürich 2003
ISBN-10 3257064101
ISBN-13 9783257064100
Gebunden, 381 Seiten, 21,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Werner Richter. Für Philip Carter ist die Strafe vor dem Verbrechen gekommen: Man hat ihn für eine Unterschlagung verurteilt, die er nicht begangen hat. Im Gefängnis ändert sich Carters Charakter: Aus einem gutmütigen, fröhlichen Menschen wird ein kalter, undurchschaubarer Mann. Als Carter nach sechs Jahren entlassen wird, beherrscht er die Spielregeln der Welt perfekt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.01.2004

Auch dieser Roman, in den frühen 60er Jahren entstanden, wurde für die Werkausgabe bei Diogenes neu übersetzt. Man sollte ihn, wie überhaupt die meisten Bücher der Highsmith, ja nicht an einem schlechten Tag zur Hand nehmen, warnt Rezensent Burkhard Müller. Sie demoralisieren nämlich. Aber "es sind starke Bücher", hält Müller fest, denen jedoch nur der ausgeglichene Leser Stand halten könne. Anders als bei dem auch soeben neu übersetzten Roman "Der süße Wahn", der das Kriminalistische ins Wahnhafte umschlagen lässt, löse sich die Spannung bis zum Schluss nicht auf, verrät Müller. Der Antiheld der Geschichte ist ein Mann, der zunächst unschuldig im Gefängnis sitzt, zum Mörder wird, als er aus dem Gefängnis kommt und feststellt, dass sein Anwalt der Geliebte seiner Frau geworden ist. Kommt er mit seinem hanebüchenen Alibi durch? Wie reagiert seine Frau? Das seien die Fragen, die ihn als Leser beschäftigten, gesteht Müller. Nie hätte er ein Happy End und das Motiv der sauberen Weste mit einer "zwielichtigeren Ironie" gehandhabt erlebt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren