Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2004
Erst 1979 wurde der Botaniker Jean-Jacques Rousseau wiederentdeckt. Hier liegt nun eine Neuausgabe der botanischen Schriften des Philosophen vor, ergänzt um ein Herbar Rousseaus mit Bildern der von ihm "sorgfältig aufgeklebten, liebevoll und kenntnisreich arrangierten Pflanzen" und um die faksimilierten Piktogramme einer eigens entwickelten Bilderschrift. Zu erfahren ist, dass der Philosoph mit seiner Empfehlung, in der Natur die Augen offen zu halten, für eine botanische Mode in Europa gesorgt hat. Die Herausgeberin Ruth Schneebeli-Graf steuert ein ausführliches Nachwort bei. Es ist, resümiert der Rezensent mit dem Kürzel "SK", ein "schönes Buch" geworden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.12.2003
Zsuzsanna Gahse zeigt sich recht angetan von Jean Jacques Rousseaus pflanzenkundlichen Lehrbriefen an seine Botanikschülerin Madeleine und deren Mutter. Sie versichert, dass auch Leser, die nicht ganz zurück zur Natur gelangt sind, in Rousseaus "schön verständlichen" Beschreibungen von Pflanzengruppen Unterschiede und Ähnlichkeiten der Pflanzen verstehen können. Die Herausgeberin Ruth Schneebeli-Graf, dank der die Lehrbriefe vor etwa zwei Jahrzehnten in der Zentralbibliothek Zürich aufgefunden wurden, lobt Gahse für ihre sorgfältige Übersetzung. Neben den Briefen bietet das Pflanzenbuch ein von Rousseau angelegtes Herbarium, das als Sammlung von Kunstblättern, Naturkunstblättern zu sehen ist. Auch in Rousseaus Piktogrammen, die für Begriffe wie Knospe, konkav oder etwa mannweibig/zwittrig stehen, entdeckt Gahse "künstlerische Aspekte".
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