Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2004
"Der Abgrund zwischen Sehen und Denken ist groß, aber wie man sieht, kann man ihn überbrücken." So beschließt Rezensent Andreas Kilb seine fast durchgängig preisende, zuweilen im Lob geradezu schwelgende Besprechung dieses Buchs von Klaus Theweleit. So werden vor allem alle möglichen Einwände gegen das Buch, die der Rezensent zunächst gelten zu lassen scheint, sogleich in Vorzüge umgewendet. Der "intellektuelle Übermut" Theweleits etwa sei zwar auch "eine Schwachstelle" des Buches, zugleich aber "seine größte Stärke". Denn es gehe hier nun einmal nicht darum, "in einem abgegrenzten filmischen Forschungsbereich recht zu behalten". Es gehe vielmehr, "auf jeder Seite und in jedem Satz, ums Ganze des Kinos", um die Frage also, "warum es sich überhaupt lohnt, Filme zu drehen und Filme zu sehen." Und wenn auch einiges Geröll, "Meinungsschutt" vor allem, mitfließe, so ergeben sich für Kilb doch gerade daraus immer wieder auch "Sätze, die man so noch nicht gelesen hat." In alldem ist das Buch für Kilb nämlich, so versteht man am Ende, "ein Stück praktizierte Filmtheorie: kinematographisches Denken, das ohne den Umweg über ein System, einen pseudowissenschaftlichen Rahmen direkt von den Bildern, den Filmen spricht." Mehr noch: Theweleit, so fasst der Rezensent zusammen, betreibe hier nicht "Filmtheorie", sondern "eine filmische Form von Theorie".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Auch in seinem neuen Buch hat sich Klaus Theweleit dem Thema gewidmet, das ihn seit zwei Jahrzehnten umtreibt, meint Fritz Göttler, nämlich der Darstellung und der Darstellbarkeit des Faschismus. Dafür hat der Autor drei Filme von Hitchcock, Pasolini und Godard näher betrachtet und die darin eingefangenen "Strukturen und Mechanismen" des Faschismus analysiert, so der Rezensent beeindruckt. Insbesondere den Film "Der zerrissene Vorhang" von Hitchcock, in dem dieser ein äußerst "treffendes Mentalitätsbild" der DDR zeichnet, ohne je dort gedreht zu haben, hat Theweleit mit "Vergnügen" besprochen, bemerkt Göttler eingenommen.
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