Aus dem Amerikanischen von Udo Rennert und Wolfgang Rhiel. Die erste kompakte und leicht verständliche Geschichte der Weltwährungssysteme vom Goldstandard bis zum Euro - oder: Warum die Marktkräfte stärker sind als alle Versuche, sie zu bändigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2000
Indira Gurbaxani findet es außerordentlich bedauerlich, dass das Buch erst mit vierjähriger Verspätung ins Deutsche übersetzt worden ist, denn so seien manche Spekulationen des Autors bereits durch die Wirklichkeit überholt. Dies sei die "wesentlichste Schwäche" dieser Studie, die die Rezensentin ansonsten durch ungewöhnliche Thesen fesselt. Es sei ein Buch, das nicht nur für Studenten der Wirtschaftswissenschaft und Geschichte, für die es eigentlich geschrieben wurde, interessant sei, so die Rezensentin anerkennend. Lobend hebt sie hervor, dass der Autor hier "ungewöhnliche Blickwinkel" gewählt habe, um das Thema Währungspolitik neu zu betrachten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.05.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "Hm" lobt dieses Buch als eine "breit gespannte und dennoch leicht fassliche Analyse", in der der Autor gut nachvollziehbar aufzeigt, welche Faktoren für eine Stabilität der Wechselkurse eine maßgebliche Rolle spielen und inwiefern autonome Geldpolitik und "fortschreitende `Demokratisierung`" in Konflikt geraten. Denn durch die Bemühungen beispielsweise um Vollbeschäftigung könne die Geldpolitik sich nicht mehr auf die Erhaltung von Wechselkursstabilität beschränken. Darüber hinaus hebt der Rezensent Eichengreens Ausführungen darüber hervor, wie vergleichsweise gut große Volkswirtschaften die schwankenden Wechselkurse verkraften können, während bei kleineren über kurz oder lang die Notwendigkeit besteht, sich einem "größeren Währungsblock" anzuschließen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.05.2000
Andreas Platthaus erläutert in seiner Rezension zunächst in kurzer Form die Geschichte der Welthandelsorganistation WTO und des GATT (General Agreement on Tarifs and Trade), um seine anschließende Kritik auch für Außenstehende verständlich zu machen. Denn gerade die Tatsache, dass der Autor beim Leser voraussetzt, in "Außenwirtschaftslehre" recht sattelfest zu sein, hält Platthaus für einen der Nachteile des Buches, auch wenn es sich ansonsten "gut und lehrreich" lese. Bedauerlich scheint es der Rezensent zu finden, dass man recht deutlich merkt, dass es sich bei diesem Buch um das späte Resultat einer Vorlesungsreihe handelt. So bemängelt er einige Wiederholungen und stellt fest, dass man andererseits vieles in den Anmerkungen und im Glossar suchen müsse - nicht immer mit Erfolg. Eklatante Widersprüche im Text lastet Platthaus der Übersetzung (die er ansonsten für "kenntnisreich" hält) an, da er sich kaum vorstellen mag, dass der Autor dies wirklich so gesagt haben sollte. Etwas mehr Sorgfalt seitens des Lektorats hätte seiner Ansicht nach nicht geschadet.
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