Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Irgendwann im Leben müssen es fast alle Raucher tun: sich das Rauchen abgewöhnen. Und alle haben Angst, es nicht durchzuhalten, Angst, die Qualen der Entwöhnung nicht ertragen zu können, Angst vor der Leere, die der Glimmstängel hinterlässt. Dabei gibt es wenige Dinge, die so einfach sind, wie die Nikotinsucht zu besiegen! Alexander von Schönburg, selbst jahrelang Kettenraucher, hat es geschafft. Er hat es sogar genossen, denn jeder Tag ohne Zigarette ist ein triumphaler Sieg über sich selbst. Das Gehirn wird wieder mit Sauerstoff versorgt, neue Energien werden frei, man ist in ständiger Hochstimmung. Schritt für Schritt führt von Schönburg den Leser über den steinigen Pfad vom Raucher zum fröhlichen Nichtraucher - ohne Vorwürfe, ohne Drohungen, ohne Qualen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2003
Michael Jeismann meditiert angesichts dieses Ratgebers von Alexander von Schönburg zunächst über die Eigenarten der Buchgattung "Ratgeber". Sie habe, schreibt er, seit dem achtzehnten Jahrhundert allmählich "Funktionen der Beichte und des Katechismus" übernommen, sei dabei aber nicht allein eine Form der Säkularisierung, sondern habe zugleich auch den Impetus der aufklärerischen Philosophie popularisiert, "durch die Verbindung von Willen und Erkenntnis eine Art innerweltliche Erlösung" zu erlangen. Sein Lob für das Buch kleidet Jeismann in die Feststellung, das Besondere an diesem Ratgeber sei, dass er die Aufgabe, für die er die Lösung bereitzuhalten verspricht, nicht "in metaphysische Höhen" stemme, also gar nicht als besonders schwer darstelle. Von Schönberg, so erfahren wir, merkt vielmehr selbstironisch an, dass sowohl Zigarettenindustrie als auch die Industrie der Ratgeber zum Abgewöhnen des Rauchens davon profitieren würden, dass die Befreiung von der Sucht als so unendlich schwer dargestellt wird. Die "ganze Idee" des von von Schönburg empfohlenen Entzugs nun beruhe dagegen, so Jeismann, "auf einer konsequenten Entdramatisierung der Sucht", wer mit dem Rauchen aufhören wolle, müsse eben einfach nur aufhören.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.11.2003
Obwohl Rezensent Ijoma Mangold durchaus hehre Dinge in das Rauchen hineinprojiziert - "die Anmut, die Größe und das sublime Vergnügen des Rauchens haben nämlich viel mit seiner Zweckfreiheit zu tun", schwärmt er - ist er entzückt von diesem Buch, mit dem der Popliterat Alexander von Schönburg neues Terrain betritt. Schönburg vermeidet nämlich das miesepetrige Besserwissertum, mit dem Nichtraucher oder konvertierte Ex-Raucher ihre "schmetternden Verdammungsarien" anstimmen, versichert Mangold. Der Autor betone vielmehr, wie schön das Rauchen sei - nur dass es eben noch schöner sein könne, dann auch wieder aufzuhören. So "elegant" löst er für Mangold die "verflixte Dialektik von Selbstbestimmung und Selbsterhaltung", dass unser Rezensent trotz der provozierenden Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln ans Aufhören denkt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







