Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Pia Reinacher

Je suisse

Zur aktuellen Lage der Schweizer Literatur

Cover: Je suisse

Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2003
ISBN-10 3312003288
ISBN-13 9783312003280
Kartoniert, 184 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Früher haben sich die Autoren noch mit der Schweiz gestritten. Die Generation der 68er schrieb die politische Auseinandersetzung auf ihr Banner, der Vaterlands-Diskurs gehörte zwingend zum Repertoire. Angeführt vom kämpferischen Niklaus Meienberg lebt die Generation der heute 60- und 70jährigen - Adolf Muschg, Peter Bichsel, Jörg Steiner, Paul Nizon - in einer stürmischen Hassliebe zum Vaterland. Während etwa Thomas Hürlimann als Vertreter der mittleren Generation noch mit archaischer Gewalt die Väter vom Sockel stürzt, wenden sich die jüngeren Schriftsteller gelassen von den Vätern ab und gehen freundlich eigene Wege - Zoe Jenny, Peter Weber, Ruth Schweikert, Peter Stamm, Aglaja Veteranyi und Silvio Huonder erkunden neue Welten oder wenden sich zurück auf das, was ihnen am nächsten liegt: das eigene Leben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2003

Gieri Cavelty findet, dass dieser Band über Deutschschweizer Literatur von "eigentümlichen Unschärfen geprägt" ist, die er schon am Titel moniert. Denn nicht die Literatur der gesamten Schweiz nimmt Pia Reinacher in ihrem Buch in den Blick, sondern lediglich die der deutschsprachigen Schweizer Literatur, präzisiert der Rezensent. Auch die Hauptthese der Autorin, dass die Schweizer Schriftsteller um 1968 vor allem politisch engagiert geschrieben hätten, die neuere Literatur sich dagegen "fast ausschließlich mit sich selbst" beschäftige, findet er weder überzeugend noch mit hinreichenden Argumenten belegt. Die "Glaubwürdigkeit" von Reinacher werde vor allem deshalb untergraben, weil sie alle Aspekte, die ihrer These widersprechen, "ausblendet", kritisiert der Rezensent. Die so gescholtene Autorin wird allerdings für den zweiten Teil des Buches, der in verschiedenen Zeitungen veröffentlichte Rezensionen enthält, wieder rehabilitiert. Jetzt findet der erfreute Cavelty die "unverstellten Einsichten" in die Schweizer Literatur, die er im ersten Teil des Buches so vermisst hat. Vor allem verzichtet die Autorin hier darauf, die verschiedenen Schriftsteller mit einer "simplen These" auf einen Nenner bringen zu wollen, so der Rezensent versöhnt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren