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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Melitta Breznik

Figuren

Erzählungen

Cover: Figuren

Luchterhand Literaturverlag, München 1999
ISBN-10 3630869939
ISBN-13 9783630869933
gebunden, 120 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Melitta Breznik erzählt sechs Geschichten von Frauen und Männern, die einsam sind, die sich immer heftiger in ihren Gefühlen verfangen und dennoch die Kraft nicht verlieren, sich auf ihre Weise zur Wehr zu setzen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

Martin Krumbholz kann sich nicht wirklich begeistern für diese Erzählungen. Er vermisst eine "gewisse negative Energie" und wittert ein schlechtes Gewissen bei der Autorin, das durch Schreiben zu einem guten Gewissen werden soll. Zu viel "Trauerrand" diagnostiziert er an diesen Texten, zu viel Empfindsamkeit, gleichzeitig bleiben seiner Ansicht nach alle Figuren - einschliesslich die der Erzählerin - zu blass. Dies sei in Brezniks "Nachtdienst" anders gewesen, und er erinnert an die gut gezeichnete Vaterfigur, die darin eine Rolle spielte. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen findet Krumbholz in "Figuren" sehr oberflächlich und unverbindlich.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

Andrea Köhler zeigt sich besonders von Brezniks Gratwanderung beeindruckt: Sie könne einerseits ohne Sentimentalität, distanziert und mit "diagnostischem Blick" erzählen, gleichzeitig aber dennoch Intimität erzeugen und ohne Pathos mitfühlend sein. Angesichts der Themen, um die Brezniks Erzählungen vorwiegend kreisen, nämlich um Abschiednehmen und den Tod, äussert die Rezensentin um so nachdrücklicher ihre Anerkennung. Darüber hinaus lobt sie aber auch die Fähigkeit der Autorin, Figuren stilsicher zu zeichnen und ihr ausgeprägtes Talent zum Lauschen, zur Beschreibung akustischer Wahrnehmung. Zweideutig merkt die Rezensentin daher an: "Wenn es so etwas gibt wie hellhöriges Erzählen - in diesen Texten wird es wahr."

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