Ein Blick auf die Schweiz vor dem Ersten Weltkrieg führt über die Landesgrenzen hinaus und zeigt den demokratischen Kleinstaat in einem Umfeld, das von expansiven Nationalstaaten beherrscht wurde. Der Autor präsentiert eine europäische Geschichte der Eidgenossenschaft zwischen 1860 und 1918, also diejenige Phase, die gekennzeichnet ist vom Ende eines de facto bestehenden französischen Protektorats und der Dominanz des Deutschen Kaiserreichs.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2003
Als "sich streckenweise arg ermüdend ins Detail verlierend" beschreibt Rezensent Klaus Hildebrand diese fast tausend Seiten starke Abhandlung von dem Historiker Max Mittler. Als "eine europäische Geschichte der Eidgenossenschaft zwischen 1860 und 1918" sieht der Autor seine Ausführungen über die Schweizerische Außenpolitik in dieser Zeit. Dass die schweizerische Neutralität "stets gefährdet war", findet der Rezensent aber in "geradezu überreichem Maße veranschaulicht". Als "zuweilen viel zu viel" bezeichnet er diese geschichtlichen Darlegungen, wenngleich er sie andererseits als "kompendienhaftes Werk" dem empfiehlt, "der sich über die Geschichte der Schweiz während der imperalistischen Ära des 19. und 20. Jahrhundert informieren möchte".
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