Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Hartmut Bitomsky
Kinowahrheit
Klappentext
Hartmut Bitomsky zählt zu den bekanntesten deutschen Filmemachern, der sich in seinen Dokumentarfilmen, wie "Deutschlandbilder" (1983), "Der VW Komplex" (1989) und zuletzt "B-52" (2001) auf höchst produktive, und oft provozierende Weise mit deutscher, beziehungsweise amerikanischer Geschichte auseinandersetzt: dabei sind Bilder, die er verwendet, niemals Illustrationen der Historie, sondern deren Zeugnisse, die zu sprechen beginnen, wenn man sie dem Blick wieder öffnet. Bitomskys Filmkritiken und Essays, die seit den 70er Jahren entstanden sind, scheinen zugleich die Bedingung und Fortsetzung seines filmischen Schaffens zu sein. Seine Reflexionen über das Verhältnis von Krieg und Kino, über das Thema der Arbeit, über die Tradition des Dokumentarfilms, über Lumiere und Chris Marker, über Regisseure wie Ford, Godard und Bresson leben von dem geübten Blick des Filmemachers und zeichnen ihn zugleich als einen der interessantesten deutschen Filmtheoretiker aus.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.08.2003
Beeindruckt ist der Rezensent Jörg Becker von dieser Textsammlung des Filmemachers und Publizisten Hartmut Bitomsky. In ihnen geht es um die Moderne in der Fotografie oder um die Lage Hollywoods, vor allem aber um die großen Filmemacher - von John Ford, über Godard, Ophüls, Cimino. Fasziniert ist er vor allem von dem Umstand, dass die Texte "vorbereitend, begleitend" zur jeweilig nächsten "dokumentarischen Filmarbeit" dienten. Der Rezensent bezeichnet die Texte denn auch als "wahrhaftiges dialektisches Filmschreiben". Sie stellten "eine produktive Forderung im Geist der 'Filmkritik'-Schule" dar. Der Autor komme "einem Archäologen gleich", der "vorschnelle Argumentationen" über seine meist sachlichen Themen "ablehnt", bemerkt der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2003
Oh, was ist Michael Althen hingerissen von den Texten Hartmut Bitomskys. "Ein paar Takte genügen, dann ist man schon gefangen." Der Bitomsky-Sound - "mit Bedacht" gesetzte Worte, die doch niemals "bedächtig" sind. Poesie! Schöne Sätze, ein wahnsinnig genauer Blick und vor allem: ein Bewusstsein über die Perspektive des eigenen Blickes. Wie in seinen eigenen Filmen auch, wenn er dem Zuschauer zeigt: Hier bin ich, und das mache ich mit den Bildern. Die Distanz zu den Bildern, das Innehalten ob ihrer Bedeutung - das alles geht Althen zufolge ein in die Texte, und macht so den Schreibenden sichtbar, während zugleich der Film selber "plastisch" aus den Zeilen hervortritt. Und aus all diesen Gründen, so Althen, machen diese Texte, entstanden seit den siebziger Jahren, vor allem eines: ein Riesenvergnügen.
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