Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Jürgen Wertheimer. Bearbeitet von Heino Schmull, unter Mitarbeit von Christiane Braun und Markus Heilmann. Die 47 Gedichte "Von Schwelle zu Schwelle", entstanden zwischen 1952 und 1954, veröffentlicht 1955 bei der Deutschen Verlagsanstalt, hat Paul Celan seiner Frau Gisele gewidmet. Es ist sein erstes Buch, das ganz in Paris entstanden ist. Spürbar ist der Übergang zur mittleren Werkperiode der Gedichtbände "Sprachgitter" mit ihrer, wie Celan selbst es nannte, 'graueren Sprache', und "Die Niemandsrose": ein Übergang von der reichen Musikalität der Langverse in den früheren Gedichten zu schärfer umrissenen Formen. Anders auch als bei den späten Gedichtbänden, ihrem nahezu protokollarischen Charakter in der Bindung an kontingente zeitgeschichtliche Umstände und in der konsequenten Chronologie ihrer Anordnung, steht hier noch die gestaltende Arbeit an den Texten im Vordergrund. Für eine genetische Edition bedeutet dies, daß sich der schöpferische Weg einzelner Gedichte ebenso wie die Komposition des Bandes außergewöhnlich umfangreich dokumentieren und nachvollziehen lassen. "Von Schwelle zu Schwelle" erscheint nun in einer kritisch edierten Studienausgabe, die zu den Gedichten jeweils die wichtigsten, oft auch alle Vorstufen grafisch aufbereitet und synoptisch zum Vergleich darbietet. Den Texten sind Facsimilia, Worterklärungen und Zitatnachweise sowie Anmerkungen zu den Textzeugen und zur Entstehung beigegeben. Entstehungschronologie und Vorabdrucke werden in tabellarischer Form dokumentiert.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.07.2003
Um Paul Celans Nachlass auch auf zugänglichere Art als in der historisch-kritischen Ausgabe aufzuarbeiten, habe sich der Verlag vor ein paar Jahren schon entschlossen, berichtet Michael Ott, parallel eine kritische Lese-Ausgabe zu veröffentlichen, die sogenannte "Tübinger Ausgabe". Im vorliegenden Band seien ausgewählte "Vorstufen" von Celan-Gedichten enthalten, die aber der Anschaulichkeit halber, versichert Ott, im Paralleldruck erscheinen und mit Sachkommentaren versehen sind. Ein Verfahren, das Ott zufolge sehr gut funktioniert. Dennoch wünscht sich der Rezensent eine weitere Ergänzung durch Faksimiles. Denn die wenigen (und in mäßiger Druckqualität) beigefügten Faksimiles bewiesen, behauptet Ott, dass die ansonsten übliche "diplomatische" Darstellungsweise, das heißt unter Wahrung der graphischen Form des Originals, wenig über die tatsächlichen Manuskriptverhältnisse aussage. Celan aber hatte, weiß Ott seit der Veröffentlichung von Celans Briefen an Diet Kloos, eine gut lesbare Schrift.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








