Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Englischen von Brigitte Heinrich. Alan Bennett erzählt die Geschichte eines englischen Middleclass-Ehepaars, das vom Opernbesuch nach Hause kommt und seine Wohnung vollkommen leer vorfindet. Mit dem Verlust der Einrichtung aus zweiunddreißig Ehejahren tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf... Mozart spielte in ihrer Ehe eine wichtige Rolle. Sie hatten keine Kinder, und ohne Mozart hätten sie sich wahrscheinlich schon vor Jahren getrennt. An jenem Abend waren die Ransomes in Cosi fan tutte gewesen, und als sie nach Hause kamen, war ihre Wohnung vollkommen leer vorfindet. Mit dem Verlust der Einrichtung aus zweiunddreißig Ehejahren tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf...
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2003
Michael Schmitt zeigt sich von dieser Geschichte um ein englisches Ehepaar, deren Wohnung vollkommen ausgeraubt wird, während sie einer Aufführung von Mozarts "Cosi fan tutte" beiwohnen, ziemlich angetan. Durch den Verlust aller ihrer Habe, tritt die Frau aus ihrer Erstarrung der letzten Jahre heraus, während der Mann "bloß die Haltung bewahrt", fasst der Rezensent zusammen. Ihm gefällt, wie sich in dem Buch das Thema der Mozartoper im Leben des Ehepaares immer klarer abbildet. Als "amüsante Fingerübung in Sachen Ironie" lobt er das Buch und er freut sich auch an den "Bissigkeiten", die der britische Autor eingestreut hat. Nur mit der Übersetzung hadert Schmitt ein bisschen, hier hätte er sich manches "etwas eleganter" gewünscht.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2003
Prächtig amüsiert hat sich Alexandra Kedves bei Alan Bennetts neu übersetzter Erzählung, in der sich ein Ehepaar "mittleren Alters, mittlerer Schicht und größerer Weltfremdheit" plötzlich einer größeren Herausforderung ausgesetzt sieht: Die Ransomes - er Anwalt, sie Hausfrau - müssen ihr Leben neu einrichten, da ihnen während eines Opernbesuchs die gesamte Habe aus dem Haus gestohlen wurde. In einer "charmanten Opera Buffa" entwickele Bennett die Geschichte vom Einbruch in eine Geschichte vom Ausbruch. Mrs. Ransome kommt dank Talkshows zu sich selbst, Mr. Ransome unter die Erde. Als "großen Könner des komischen Ernstes" preist Rezensentin Kedves Bennett an, sein Genrebild als "virtuos und witzig, satirisch und sanft". "Es ist eine fernsehtaugliche Posse und Parodie samt Empathie für die unfreiwilligen Hanswürste", schwärmt Kedves, und nicht zuletzt "eine gut erzählte Geschichte".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







