Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johannes Paul II.

Römisches Triptychon

Meditationen

Cover: Römisches Triptychon

Herder Verlag, Freiburg 2003
ISBN-10 3451282445
ISBN-13 9783451282447
Gebunden, 64 Seiten, 14,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit einer Einleitung von Joseph Kardinal Ratzinger. Im Alter von 82 Jahren blickt der Papst zugleich zurück und voraus und wählt dazu die Form der Dichtung. Ein Triptychon ist ein Altarbild mit einer großen Mitteltafel und zwei kleineren Seitentafeln. So ist auch dieses Werk aufgebaut: Der erste Teil reflektiert ein Staunen über das Dasein. Der große Mittelteil meditiert Fresken von Michelangelo an der Schwelle zur Sixtinischen Kapelle, also dort, wo die Päpste gewählt werden. Der dritte Teil erinnert an Abraham aus Ur im heutigen Irak. Die biografischen Bezüge sind unübersehbar: der naturliebende junge Priester; der Papst und seine Verantwortung; schließlich der alte Mann, der darauf hofft, dass Gott zur rechten Zeit handelt. In Rom darf nur einer über den Tod des Papstes sprechen: der Papst. Er tut es hier in seinem Nachdenken über Werden und Vergehen und über den Sinn des Lebens.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2003

Für Gustav Seibt schließt sich in diesen Meditationen über Kunst und Glauben von Papst Johannes Paul II. ein "großer Kreis der menschlichen Kultur". Denn indem der Papst die Kunst als "irdische Form der Ebenbildlichkeit", nach der Gott die Menschen geschaffen hat, versteht, wird sie für ihn zum "Gleichnis", erklärt der Rezensent. Er würdigt das Buch, dass sich unter anderem auf die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle bezieht, als "kühne Theologie von Kunst" und lobt sie als "denkbar einfache", dabei "denkbar tiefsinnige" Darlegung jener von Kardinal Ratzinger so benannten "Logosreligion", in der sich Religion und "philosophische Spekulation" treffen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2003

Voller Ehrfurcht nähert sich Karl Kardinal Lehmann diesem Gedichtband des Papstes, wobei es nicht feste Glaubenssätze und klare Bekenntnisse sind, die Lehmann Bewunderung abverlangen, sondern die Demut, mit der der oberste Hirte "als Mensch unter Menschen" erzählt. Die Natur, die Kunst und die Heilige Schrift bilden die drei Motive dieses poetischen Triptychons, an dessen Anfang jedoch das Staunen steht, wie Lehmann betont, ein schlichtes Staunen. "Unaufdringlich, fragend, demütig" findet Lehmann diese Poesie, und deshalb um so nachdrücklicher, denn der Papst betreibe mitnichten "l'art pour l'art", meint Lehmann. Im Gegenteil scheinen immer wieder gegenwärtige Fragen durch: die Verantwortung gegenüber der Schöpfung, der interreligiöse Dialog und selbst der Irak-Krieg. So schließt Lehmann: "Der Reichtum eines großen biblischen und philosophischen Erbes scheint darin auf, aber auch der Reichtum eines langen Menschenlebens. Es lohnt sich, diesen Bilderreichtum zu entdecken."

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren