Die zahlreichen Heiligen Kölns und die noch zahlreicheren Reliquien waren einst der kostbarste Besitz der Stadt. Ihnen verdankt die Stadt ihre herausragende Bedeutung im Mittelalter. Der Bildband beschreibt die Kölner Heiligen- und Reliquienkultur in ihrer Verflochtenheit von Geschichte, Legende und Kunst. Die Frage der Echtheit der Reliquien ist heute obsolet. Daher richtet der Autor das Augenmerk auf die Mentalitäts- und Frömmigkeitsgeschichte der Menschen, die die kargen Knochen für wertvoller erachteten als Gold und Edelsteine.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.06.2003
Der Rezensent mit dem Kürzel "mbe" ist beeindruckt von diesem Buch, dass sich dem Thema Reliquien auf eine sinnvolle Art und Weise nähere: statt das Thema empirisch zu analysieren, so der Rezensent, steht Anton Legners Betrachtung auf dem "methodisch höchst soliden Fundament der Mentalitäts- und Wirkungsgeschichte". Der Band sei ein umfangreiches Referenzwerk, denn Köln besitze so viele Reliquien inner- und außerhalb seiner Stadtgrenzen, dass es selbst seinen von 'Santa Colonia' abgeleiteten Namen diesem Umstand verdankt - von den Touristenströmen ganz zu schweigen. Davon vermittele dieses Buch ein lebendiges Bild, "die reiche, durchweg farbige Bebilderung erinnert hie und da, nicht zufällig, an Ausstellungskataloge", so der Eindruck des Rezensenten.
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