Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walle Sayer

Von der Beschaffenheit des Staunens

Miniaturen, Notate und ein Panoptikum

Cover: Von der Beschaffenheit des Staunens

Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2002
ISBN-10 3421057435
ISBN-13 9783421057433
Gebunden, 152 Seiten, 16,00 EUR

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Klappentext

Um krähenschwarze Abzählstriche geht's, um einen Koffer, aus dem ein Hemdzipfel schaut, um die Schattenflecken abgehängter Bilder, mit denen die Wände das Zurückgelassene anschauen. Um den Sicherheitsabstand zwischen Wunsch und Erfüllung gehts, um Verlusttümer, Wortkrumen, metaphorische Archen, um das Entgangene, das nicht aufgeht im Vergangenen, um Inselidyllen, die auf Sturmsegelfetzen gemalt sind, um Nachmittage, die unweit draußen mit ihrem Vergehen Fangen spielen. Noch dem Alltäglichsten, Kleinsten, Unscheinbarsten ringt Walle Sayer seinen poetischen Mehrwert ab.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.06.2003

In seiner knappen Kritik des Buches mit kurzen Prosatexten und Gedichten zeigt sich Nico Bleutge alles in allem sehr angetan. Er preist den Autor als "Meister der kleinen Form" und lässt sich besonders von dem "verwunderten, gleichwohl präzisen Blick" auf die erinnerte Vergangenheit gefangen nehmen. Nur dort, wo Sayers sich lediglich auf eine flüchtige Notiz oder ein Festhalten der Gegenwart beschränkt, zeigt sich Bleutge kritisch. Hier, so der Rezensent enttäuscht, verkümmern die Texte zur "Sentenz" oder manchmal sogar zur "flachen Zeitkritik".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren