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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rafik Schami

Mit fremden Augen

Tagebuch über den 11. September, den Palästinakonflikt und die arabische Welt

Cover: Mit fremden Augen

Palmyra Verlag, Heidelberg 2002
ISBN-10 3930378442
ISBN-13 9783930378449
Gebunden, 148 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Rafik Schamis Reflexionen über den Jahrhundertkonflikt in Palästina wurden nicht durch den 11. September ausgelöst. Der Autor ist vielmehr mitten in diesem Konflikt geboren, in Damaskus, einer Stadt, deren Geschichte durch den arabisch-israelischen Konflikt mitbestimmt wurde. Der 11. September bewirkte jedoch eine starke Beschleunigung der Gewaltspirale, und die Vernunft hinkt seither machtlos mit Erklärungen und Mahnungen hinterher.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.05.2003

Frank Niess zeigt sich von diesem politischen Tagebuch, dass zwischen Oktober 2001 und Mai 2002 entstanden ist, sehr angetan. Dadurch, dass der Autor in Syrien geboren und seit 1971 im deutschen Exil lebe, nehme er eine Sonderstellungen ein, die ihn vor "Pauschalurteilen" und einseitigen Parteinahmen schützen, so der Rezensent erfreut. Insbesondere die in den Tagebuchnotizen eingestreuten Zahlen und Fakten über Opfer der Intifada und israelischer Vergeltungsaktionen, die man als hinlänglich bekannt und "trivial" abtun könnte, berühren Niess, weil sie seiner Ansicht nach das "Entsetzen" Schamis über das "endlose Töten und Zerstören spürbar" machen. Er preist das Buch als "erfreulich unkonventionell" und bekennt, es mit besonderem "Interesse und Gewinn" gelesen zu haben. Und dass Schami sich nicht als "Islam- oder Nahost-Experte" aufspielt, gefällt dem Rezensenten auch besonders gut.

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