Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2003
Gibt es richtige, alle anderen ausschließende Antworten auf moralische Fragen? Für Nonkognitivisten wie Epikur und Hobbes, erklärt Detlef Horster, lautet die Antwort "nein" - Probleme der Ethik seien nicht wie naturwissenschaftliche durch abschließende Erkenntnis eindeutig zu lösen; moralische Kognitivisten wie Platon und Kant dagegen behaupten schon immer genau das. Der Autor dieses Einführungsbandes, weiß Horster, ist ein Anhänger der kognitivistischen Schule, dennoch stelle er "in äußerster Loyalität und Ehrlichkeit beide Richtungen" vor. Die Auseinandersetzung werde hierzulande noch eher wenig wahrgenommen, und deshalb begrüßt Horster diese "wunderbare Einführung, die den Anschluss an die angloamerikansiche Diskussion herzustellen vermag".
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