Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.43 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hans Christoph Buch

Wie Karl May Adolf Hitler traf und andere wahre Geschichten

Cover: Wie Karl May Adolf Hitler traf und andere wahre Geschichten

Eichborn Verlag, Frankfurt 2003
ISBN-10 3821807288
ISBN-13 9783821807287
Gebunden, 348 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Der mittellos in einem Männerwohnheim hausende Kunstmaler Adolf Hitler sucht den der Hochstapelei bezichtigten Schriftsteller Karl May heim; eine hochkorrekte deutsche Sozialistin aus der DDR verliebt sich in dien flamboyanten Freiheitskämpfer Che Guevara, der russische Schriftsteller Michael Bulgakov geht ans Telefon und am anderen Ende der Leitung meldet sich Joseph Stalin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2003

Zwei wichtige Erkenntnisse hat Jörg Magenau aus dem Irakkrieg und Hans Christoph Buchs "wahrer Geschichte" gezogen. Zum einen, dass Wahrheit ein "Resultat der Dichtung" ist, abhängig von Perspektive und Interesse des Berichterstatters; zum anderen aber, dass Wahrheit kein Kriterium für das Gelingen von Literatur sein kann. In seinen politischen, an Kleist geschulten Novellen erzählt Buch wahre und unwahre Geschichten und Anekdoten von Diktatoren, "die die Macht besitzen, Wahrheit durchzusetzen". Magenau hat dabei einige hübsche Anekdoten und wunderbare Überraschungen entdeckt- etwa dass Stalin tatsächlich bei Bulgakow angerufen hat, um ihm zu seinen großartigen Theaterstücken zu gratulieren. Doch nahezu bedauernd sieht Magenau in der Mehrheit der Geschichten den Erzähler Buch an Grenzen stoßen, die nicht nur durch das Genre abgesteckt sind.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.03.2003

Volker Breideckers stöhnt ein wenig auf: Die "Textmaschine von Hans Christoph Buch" präsentiert "eine Reihe wunderlicher Auftritte und Begegnungen der neueren Geschichte nach Art von Nummernrevuen". Hitler ist dabei, Mao, Ulbricht und Stalin, Che, Beauvoir und Sartre, ferner Kaiser Nero und Wilhelm Pieck und offensichtlich überhaupt alle, und auch die Schauplätze "reichen weit". Das, so Breidecker, ist das "Spielmaterial" des reisemüden Reporters Buch, der sich nurmehr mit dem heimischen "Türmerblick" auf den tausendfach erzählten "Jammer der Geschichte" begnüge. Hier werde ein weiteres Kapitel hinzugefügt, offensichtlich mit tragikkomischer Intention. Doch die historischen Stoffe mitsamt der "Folklore ihrer Überlieferung" seien ja selber "schon absurd und tragikkomisch genug", und deshalb, mit Verlaub, brauche keiner dieses "Gepansche aus Realität und Fiktion" - alles nur "schaler, abgestandener Schmock", schreibt Breidecker.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren