Herausgegeben von Rolf-Bernhard Essig und Gudrun Schury. Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit haben Schriftsteller und Maler ihre private Korrespondenz häufig mit herrlichen, bisweilen skurrilen Skizzen, Zeichnungen und Malereien geschmückt. Über siebzig solcher Bilderbriefe sind hier als Faksimilie versammelt. Der sorgsam kommentierte Band zeigt heitere und melancholische Momente aus dem Leben und Schaffen berühmter Briefschreiber.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2003
Rainer Moritz ist begeistert von diesem Band mit illustrierten Briefen, die die beiden Herausgeber gesammelt haben. Der Rezensent weist darauf hin, dass nur Briefe in dem Band vertreten sind, die auch tatsächlich verschickt worden sind und die Schriftstücke fast ausschließlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen. Für ihn demonstrieren die mit Zeichnungen, Collagen und Bildergeschichten versehenen Korrespondenzen den "skurrilen Einfallsreichtum" der Absender und er sieht sich mit dem Sammelband gleichermaßen unterhalten wie belehrt. Dass die Kommentare zu den Briefen von Essig und Schury ohne "übertriebenen akademischen Ernst" daherkommen, freut den hingerissenen Rezensenten zusätzlich.
Rolf Michaelis konnte sich gar nicht satt lesen an diesem Buch, das gezeichnete oder gemalte Briefe von Goethe, Menzel und Mörike bis zu Max Klinger, Sarah Kirsch und Loriot enthält. "Wie viel zu lesen ist, auch ohne Buchstaben auf diesem wenige Quadratzentimeter großen Kritzelblatt!" schwärmt Michaelis, dem es besonders Wilhelm Raabes Einladung an seinen Freund, den 48er Revolutionär Alfred Dulk, zum Kaffeekränzchen angetan hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2003
Nach Annette Mentrups Beschreibung muss der Band "Illustrierte Grüße aus drei Jahrhunderten" ein ganz zauberhaftes Buch sein. Für die Rezensentin sind die bebilderten 70 Briefe, die Rolf-Bernhard Essig und Gudrun Schury zusammengetragen haben, jedenfalls echte Kunstwerke. Ob E.T.A. Hoffmann, Kurt Schwitters oder Arno Schmidt - jeder gebe in den Zeichnungen und Malereien seiner Briefe mehr von sich preis, als bloße Worte es vermochten. Diese Briefe weckten den Wunsch, beteuert die rezensentin, selbst derartige Briefe zu erhalten oder auch zu verfassen.
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