Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. Per Olov Enquist erzählt die Geschichte der schwedischen Pfingstbewegung: Lewi Petrus - der Gründer - und Sven Lidmann - der Verkünder, Schriftsteller und Dichter der Gemeinschaft - könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch erschaffen beide eine der größten Glaubensbewegungen des 20. Jahrhunderts. Ein Roman über Freundschaft, Leidenschaft, Macht und Machtmissbrauch.
Rezension Perlentaucher
Vom islamischen Fundamentalismus ist inzwischen so viel die Rede, dass ein Blick auf den christlichen gut tut. Der schwedische Autor Per Olov Enquist, geboren 1934, hat in seinem Roman "Lewis Reise" die Geschichte einer der erfolgreichsten christlichen Erweckungsbewegungen des vergangenen Jahrhunderts, der Pfingstbewegung, geschildert. Es ist die Geschichte zweier Männer, die religiösen Wahn und Geschäftssinn so glücklich mit einander verbinden, dass die von ihnen gegründete Sekte zu einer Kirche und die zu einem international agierenden Multi wird. Enquist hat die wirkliche Geschichte einer wirklichen geistigen Macht unserer Zeit geschrieben...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 31.05.2003
Per Olov Enquists autobiografisch gefärbter Roman "Lewis Reise", der die Geschichte einer religiösen Erweckungsbewegung als "packenden Zweikampf" des Predigers Lewi Pethrus und seines Widersachers, des Poeten Sven Lidman, in Szene setzt, hat Rezensent Martin Lüdke tief beeindruckt. Es ist für Lüdke ein Roman, den man lesen muss, "wenn man etwas von sich und der Welt verstehen will". Er würdigt Enquist als "eminenten Erzähler", der in epischer Breite, seine Biografie ästhetisch aufbereitend, vom Standpunkt des Glaubens aus den Preis der Säkularisierung beschreibe. Es geht ihm um die Verluste, die der Verlust des Glaubens einerseits mit sich bringt und zugleich den "unmenschlichen Preis einer Religiosität", die der Säkularisierung abgetrotzt werde, erklärt Lüdke. "Enquist beschreibt also", so der Rezensent zusammenfassend, "durch seine eigene Lebensgeschichte verbürgt, das unlösbare Dilemma unserer Zeit."
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.04.2003
Rezensent Andreas Isenschmid, der sich als großer Bewunderer Per Olov Enquists zu erkennen gibt, findet diesen persönlichsten seiner bisherigen Romane nicht gänzlich gelungen. Enquist erzählt darin von Schwedens religiöser Erweckungsbewegung, die in weiten Teilen auch sein eigenes Leben geprägt hat. Am Lebens der beiden wichtigsten Prediger der Pfingstler entlang entfaltet er ein "detailliertes, bisweilen enzyklopädisches Panorama", das die Blutsmystik um Jesu Wunden ebenso umfasst wie die industrielle Ausdehnung der Bewegung. Es möchte dem Rezensenten kaum über die Lippen kommen, doch kann er nicht anders, als dies alles nur "interessant" zu finden, denn im Laufe dieser langen - wenn auch mit unglaublicher Kennerschaft - erzählten Geschichte, büße sie einfach ihr Leben und ihr Geheimnis ein. So schließt der bedauernde Isenschmid: "Dieser Roman ist sehr gehaltvoll, ideenreich und ansprechend, nur leider erheblich weniger aufregend als die anderen sechs Romane Enquists."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2003
Karl-Markus Gauß ist tief beeindruckt von diesem Roman über Aufstieg und Fall der christlichen Pfingstbewegung in Schweden, und er preist ihn, wenn nicht als "Wunder", so doch zumindest als "bewundernswert". Es nötigt dem Rezensenten schon einigen Respekt ab, wie es dem schwedischen Autor gelingt, das Lesepublikum für pietistische Frömmigkeit, mystische Religiosität und die Geschichte der sozialen Reformen in Schweden zu interessieren. Er sieht Enquist auf der "Höhe seiner Meisterschaft" und feiert das Buch als dessen "kühnsten Roman", wobei er bei der Gattungsbezeichnung durchaus Zweifel hat. Denn das Werk stelle eine seltsame Mischung aus "Roman, Traktat, historische Abhandlung und Essay" dar, so Gauß, den besonders beeindruckt, dass es dem Autor scheinbar mühelos gelingt, in der Vergangenheit das "Heutige" zu entdecken. Indem Enquist zwei gegensätzliche Hauptfiguren in den Mittelpunkt seines Buches stellt - nämlich die beiden Gründer der Pfingstbewegung, der eine ein "erotomaner Lebemann", der andere ein zur religiösen Verzückung neigender Baptistenprediger - gelingt es ihm, das "Panorama einer religiöse Volksbewegung" eindrucksvoll zu schildern, so der Rezensent hingerissen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.02.2003
Mit diesem Roman, meint Rezensent Thomas Steinfeld, beweist Per Olov Enquist, dass er "eine der größten lebenden Fachkräfte für das Zwischenreich zwischen Religion und säkularer Welt, für die Grauzone zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen" ist. In "Lewis Reise" widme sich Endquist einem "sonderbar" anmutenden Gegenstand, nämlich der Pfingstbewegung, und erzähle deren Geschichte, um die Gründer der schwedischen Bewegung Lewi Petrus und Sven Lidman, "Gottes Zwillinge". Und gerade diesen "dauernden Wechsel der Stimmen", der im pfingstkirchlichen "Zungenreden" mitschwinge, schildere Enquist so "präzise", dass man als Leser begreife, was die Pfingstbewegung eigentlich ausmache. Denn sie sei nur scheinbar eine "Sezession". In Wirklichkeit wolle sie "die Welt gestalten", in einem "Abbruch der Tradition", als "zentrale Instanz der Modernisierung", die die frühchristlichen Ideale der Demokratie und Gerechtigkeit vertrete. In diesem Sinne, so Steinfeld, stelle dieses Buch eine Abkehr vom "radikalen Pietismus" dar und mache unsere Gegenwart "auf ihren theologischen Grund hin durchsichtig".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








