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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Wühr

Was ich noch vergessen habe

Ein Selbstgespräch

Cover: Was ich noch vergessen habe

Droschl Verlag, Graz 2002
ISBN-10 3854205945
ISBN-13 9783854205944
Kartoniert, 99 Seiten, 12,00 EUR

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Klappentext

Acht Jahre nach dem Erscheinen von "Wenn man mich so reden hört" lässt Paul Wühr nun das, was ich noch vergessen habe, nachfolgen, einen von Lucas Cejpek wieder sorgfältig aufgezeichneten und präzise organisierten Redestrom. Stärker noch als im ersten Band kreist die Rede von Wühr um gewisse biografische Strudel und findet in der Wechselrede mit Inge Poppe zu einem unerhört intensiven Ausdruck von Gemeinsamkeit und Ehe. Die Gleichzeitigkeit von poetologischer Selbstauskunft und Anekdoten aus dem Literaturleben (darunter eine berührende Erinnerung an Gisela Elsner), von Schul- und Kriegsreminiszenzen korrespondiert mit einem 'Sound', der durch alle Intensitätsstufen und Tempi geht und doch immer unverwechselbar bleibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.01.2003

Als Gegenpol des lyrischen Werks, weniger konzentriert und doch damit verwandt, begreift Beatrice von Matt die aus Interviews mit dem österreichischen Autor Lucas Cejpek hervorgegangenen "Selbstgespräche" Paul Wührs. Gestrichen sind die Fragen Cejpeks, es ensteht also ein langer Monolog, arrangiert wohl schon, aber nicht, um Ordnung hineinzubringen, sondern, im Gegenteil: hervorgehoben wird, so von Matt, "das Spontane, Augenblicksbezogene, das Assoziative des Gesprächs". Vermischt, aufs Unauflösbarste, werden Aussagen zum Leben und zum Werk, zur poetischen Praxis wie zum poetischen Programm. Die Rezensentin folgt der Spur des programmatisch erwünschten "poetischen Durcheinanders" von Zukunft, Vergangenheit, Gegenwart zurück ins Werk, zum lyrischen Epos "Salve res publica poetica". Dieser Band, der zweite schon mit Selbstgesprächen, entwickelt einen "Sog", meint die Rezensentin, der einen unweigerlich hineinzieht in die Denk- und Dichtwelt des "eminenten deutschen Autors" Paul Wühr.

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