Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Unterwegs ist in seinen Erzählungen nicht nur Franz Hohler, unterwegs sind auch die eigenwilligen Typen, denen er begegnet. Ein feixender Mann mit langen grauen Haaren läuft nackt um den Kölner Dom. In einem Berliner Lokal fragt ein Mann, wo er sich befinde. In Kreuzberg, wird ihm gesagt. Da steht der Mann auf und sagt: Dann gehe ich wieder zurück nach Spandau.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2000
Fast zärtlich schreibt Sabine Doering über den Ernst des Schweizer Kabarettisten Franz Hohler in seinen literarischen Miniaturen. Sie zeichnet nach, wie er in genauen, manchmal humoristischen, manchmal tragischen Erzähl- und Denkbildern komplizierte Sachverhalte in einfache Worte und Strukturen gießt. Besonders bewundernswert findet sie die raffinierte Komposition des "schmalen Bandes", in dem die einzelnen Geschichten durch diskrete Stichwörter mit einander verbunden und in ein schwebendes Verhältnis gebracht werden.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.06.2000
Michael Bauer gibt seiner Enttäuschung über den neuesten Hohler-Band unverhohlen Ausdruck und holt, wo er besonders bösartig erscheinen will, zum großen Schlag aus: "Lektüre für Lesezirkel stillender Mütter in Freiburg". (Wir hier in Berlin fühlen uns davon nicht angesprochen und setzen unsere Kritik der Kritik fort.) Was macht den Rezensenten auf so melancholische Weise wütend? Den kurzen Erzählungen aus dem Logbuch einer kleinen Rundreise durch Zürich, zugegebenermaßen "solide und schön" geschrieben, fehlt der Biss, aber nicht der Hang zur Rührseligkeit, findet Bauer. Er vermisst die einstige Fähigkeit des Schweizer Schriftstellers und Kabarettisten, das Wirkliche ins Unwirkliche, das Normale ins Groteske und das Alltägliche ins Phantastische zu ziehen. Solide, langweilig und, was die Fernsehbilder vom Krieg etc angeht, auch noch betroffen machend - damit hat Hohler wohl völlig bei Michael Bauer verloren.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2000
Mit staunen, zuhören, hinhorchen, "selbst nachschauen" und " - vielleicht - berichten" umschreibt Bruno Steiger die "Lebensdevise" von Franz Hohler, die er zugleich als dessen Schreibmaxime propagiert. Die sich selbst zurücknehmende Haltung des Staunens, die Steiger in allen Sätzen und Texten Hohlers auszumachen vermeint und in einen "sprach- und erkenntniskritischen Kontext" rücken läßt, macht für den Rezensenten die besondere Qualität von Hohlers Kurzprosa aus, die der Autor seit nunmehr 30 Jahren vorlegt. Seine neuesten Geschichten sind kleine Beobachtungen und Kommentare zum Tagesgeschehen, in denen wir "Anteil am Allergewöhnlichsten" nehmen, auch wenn es sich in Hohlers Sätzen zum "denkbar Ungewohnten" verwandelt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Bücher von Lesern empfohlen
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...
Michael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...
Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter

