Bücherschau der Woche
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Tschechischen und mit einem Nachwort von Christa Rothmeier. Vorwort von Jiri Grusa. Eine Familienchronik, komponiert wie ein musikalisches Werk mit wiederkehrenden Motiven und Variationen über ein Thema. Verfolgt werden die Schicksale der einzelnen Personen - Tschechen und Deutsche, die im südlichen Mähren zusammenleben - von den vierziger Jahren des 19. bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Nationale Fragen, Glaubensfragen, politische Fragen - scharfsinnig verbindet der Autor die Themen in seinem Roman, erzählt ironisch und mit hintergründigem Witz.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2002
Karl-Markus Gauß bespricht Josef Jedlickas "monumentalen Roman", dessen Erscheinen der Autor nicht mehr miterleben konnte. Jedlicka, einer der großen tschechischen Autoren, sei wie viele seiner Generation durch politische Unterdrückung und Exil geprägt, und habe versucht, vor allem mit theoretischen Texten ein Fundament für ein neues Nationalbewusstsein der Tschechen zu begründen. Auch dieser Roman sei als Teil dieses Fundaments zu betrachten, da das, was vorgeblich eine Familienchronik sei, letztlich vielmehr eine "Kulturgeschichte" über 100 Jahre tschechischen Bürgertums darstelle. Das Bemerkenswerte daran ist, so der Rezensent, dass Jedlicka, der die Familie durchaus als einziges Element mit Bestand in unruhigen Zeiten darstellt, nicht schlicht den Einfluss der großen Geschichte auf die Familie nachzeichne, sondern vielmehr aufzeige, welchen Einfluss auch die alltäglichen Dinge und Handlungen und Beziehungen innerhalb der Familie auf die Geschichte haben.
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