Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit 10 Lithografien von Johannes Grützke.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2003
Eine echte Enttäuschung ist diese Novelle, mit der Henning Boetius versucht, den letzten Stunden vor Heinrich von Kleists und Henriette Vogels Selbstmord eine literarische Form zu geben - für Andreas Nentwich, der hierüber um so trauriger ist als der Autor einmal ein richtig gutes Porträt dieser Art geschrieben hat, über Goethe in seinen letzten Lebenstagen. Diesmal gelingt Boetius aber nicht viel Einfühlung, dem Rezensenten kommt der Autor vor wie ein "nicht ganz sattelfester Prüfling". Aus dieser ungünstigen Ausgangssituation erschafft Boetius einen "Presswürfel-Kleist, der seine furchtbaren Geistesblitze wahllos auf die herumstehende Statisten schleudert". So werden Klischees über das einsame Genie weitergestrickt, die für den Leser wenig Interessantes bringen - und dementsprechend streng ist Nentwich in seinem Fazit der Novelle: "Boetius schreibt auf, was er weiß. Eine Vision von Kleist, ein Leben für ihn hat er nicht."
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2002
Jens Bisky geht mit dieser Novelle, die vom Doppelselbstmord von Heinrich Kleist und Henriette Vogel erzählt, hart ins Gericht und lässt kein gutes Haar daran. Wem etwas an den historischen Fakten liegt, sollte sich auf dieses Buch nicht verlassen, warnt der Rezensent, der sich über "Fehler im Kleinen" ärgert. Dazu schimpft er über den Ton der Kleist-Figur, die, so der Rezensent bissig wie ein Klient eines "unbegabten Therapeuten" spricht und zudem den "schlechten Germanistentraum" bedient, vor ihrem Ableben auch noch Verse zu sprechen. Bisky wirft dem Buch "berechnende Feigheit" vor, was er allerdings nicht näher ausführt und verweist die Leser, die sich für Kleist und sein Ende interessieren nachdrücklich auf durchaus vorhandene "Akten", die die Umstände von Kleists und Vogels Tod Auskunft geben und natürlich auf das Werk des Dichters selbst.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







