Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

György Dalos

Seilschaften

Roman

Cover: Seilschaften

DuMont Verlag, Köln 2002
ISBN-10 3832160043
ISBN-13 9783832160043
Gebunden, 359 Seiten, 22,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Zu Zeiten des "Gulaschkommunismus" war Tamas Cohen ein ungarisch-jüdischer Oppositioneller. Im Münchener Exil hat er sich als Dolmetscher und Rundfunkjournalist durchgeschlagen und ist nun in den neunziger Jahren ein einsamer deutscher Arbeitsloser. Außer der Sehnsucht nach Glück und dem Hang zu den Frauen ist diesem charmanten "Helden" nur die Liebe zur Heimat geblieben. Als er unerwartet aus dem Nachlass eines ungarischen Finanzmoguls neunhunderttausend Mark mit der Verpflichtung erhält, die ungarische Kultur in Deutschland zu pflegen, kehrt Tamas Cohen in das geliebte Budapest zurück. Sein neues Vermögen verschafft ihm zwar schmeichelhafte öffentliche Anerkennung - aber schneller als ihm lieb ist, findet er sich wieder in politische, geschäftliche, amouröse und familiäre Intrigen verstrickt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2002

Mehr Feuilleton als Literatur, mehr Reportage als Romangeschehen sieht Adam Olschewski in György Dalos' neuem Roman "Seilschaften" gegeben. Zweckorientiert habe der ungarische Autor alles aufgeschrieben, was er um sich herum sieht und notdürftig mit einer Geschichte ummäntelt, meint Olschewski, der Dalos' Kritik an seinen ungarischen Landsleuten - entweder schlampig oder überehrgeizig, geldgierig, korrumpiert vom Westen und vom Sittenverfall - wenig Neues und schon gar nichts Überraschendes abgewinnen kann. Ja, so stellt man sich das vor, meint Olschewski, so könnte es in Ungarn heute zugehen. Diese Eins-zu-eins-Abbildung der Wirklichkeit ist dem Rezensenten zu dürftig, den auch dazwischengeratene kraftvolle Sätze nicht über das schale Gefühl hinwegtrösten, einer "Menge Leerlauf" beizuwohnen. Und wenn schon Realität pur, kritisiert Olschewski außerdem das ihm unlogisch erscheinende Beziehungsgefüge des sogenannten Romans, dann sollte sie wenigstens stimmig sein.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren