Bücherschau der Woche
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Katrin Dorn
Tangogeschichten
Klappentext
Erzählt werden Geschichten von der Nähe, die zwei Menschen trennt: Wie die einer Touristin, die in Buenos Aires beim Tango die große Liebe ihres Lebens trifft und doch weiß, dass sie allein nach Deutschland zurückkehren wird. Oder die Geschichte des arbeitslosen Argentiniers Adrian, der den letzten Peso seinem männlichen Stolz opfert. Oder die der jüdischen Emigrantin, die ihren Mann kurz nach der Hochzeit verliert, jedoch ein Leben lang in ihrer Phantasie die Ehe mit ihm weiterführt. Das Mit- und Gegeneinander von Mann und Frau zieht sich als verbindendes Thema durch die Erzählungen rund um den Tango.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2002
Die Faszination des Tango sieht die Rezensentin Annette Zerpner in dem Versprechen, die Trennung von Mann und Frau zu heilen. Ob dieses Versprechen eingelöst wird, bezweifelt jedoch Zerpner, wenn sie die Geschichten von Katrin Dorn liest, "in denen es oft weniger um die Beziehung zum anderen als um die zum guten alten Ego geht". Dabei bemängelt die Rezensentin die mangelnde Originalität dieser Aussage und die Anstrengung, die die Lektüre verursacht. So hätte das Sujet "keinen guten Einfluss" auf die Sprache der Autorin. Zerpner sieht "Bilder und Formulierungen immer wieder heftig und ironiefrei mit dem Kitsch kollidieren". Vereinzelte Bilder, die neu und gelungen sind, stehen "opernhaften Requisiten" gegenüber, wie die Rezensentin meint. Auch von der Dramatik der Geschichten zeigt sich Zerpner wenig gefesselt, sie fühlt sich durch Passagen gelangweilt, die zum Glück "nur der Leser kennt". Einige Geschichten, die nicht den Tango zum Thema haben, runden die Sammlung ab.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








