Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
In den achtziger Jahren entwickelte sich in der DDR eine vielfarbige oppositionelle Untergrundliteratur - der Samisdat. Die ausgewählten Texte spiegeln ein breites Spektrum der politischen Vorstellungen und Diskussionen wider.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2003
Als "Gedächtnisstütze von unschätzbarem Wert" würdigt Rezensent Jochen Staadt den von Ilko-Sascha Kowalczuk herausgegebenen Band "Freiheit und Öffentlichkeit", der die als Samisdat (Selbstverlag) verbreiteten Untergrundblätter der DDR nebst einer "sachkundigen Einleitung" erstmals der Öffentlichkeit zugänglich macht. Staadt berichtet über die Entstehung und das Schicksal eines Blatts mit dem programmatischen Titel "Grenzfall", das erstmals im 1986 in einer Auflage von knapp 1000 Exemplaren erschienen war. Wie Staadt erzählt, florierte das Blatt trotz der Interventionen von Generalsuperintendent Günter Krusche, einem inoffiziellen Stasi-Mann und erschien 1987 sogar monatlich, bis ein Überfall des Staatssicherheitsdienstes im Januar 1988 den kontinuierlichen Erscheinungsrhythmus unterbrach. Bezeichnend findet Staadt auch den Fall von Konrad Weiß, der 1988 in der Wochenzeitung "Die Kirche" über Rechtsradikale und Skinheads in DDR schrieb: der Artikel passte nicht ins offizielle Geschichtsbild, die Auslieferung der Zeitung wurde untersagt. Alles in allem dokumentieren die Samisdat-Schriften nach Ansicht Staadts "eindrucksvoll die Zivilcourage der DDR-Opposition".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.10.2002
Die von Ilko-Sascha Kowalczuk herausgegebene Sammlung von Texten des politischen Samisdat (russisch für "Selbstverlag") aus der Endzeit der DDR dokumentiert für Rezensent Frank Ebbinghaus bestens die "Symbiose von Diktatur und Dissidenz". Die illegalen Publikationen des Samisdat eröffnen dem Leser einen Blick in das "antitotalitäre Paralleluniversum, in dem sich der entmündigte DDR-Bürger schreibend als politisches Subjekt entdeckte", freut sich der Rezensent. Freilich war die Stasi stets gegenwärtig, es drohten Gefängnis oder Abschiebung, notiert Ebbinghaus. Er hebt hervor, dass Kowalczuk den Dokumenten umfangreiche Gesprächsprotokolle mit DDR-Bürgerrechtlern vorangestellt hat, was ihnen "beklemmende Authentizität" verleihe.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








