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Klappentext
Aus dem Polnischen und mit einem Nachwort von Monika Cagliesi-Zenkteler. 1957 versetzt eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg unheilbar herzkrank ist, die polnische Literaturszene in Aufruhr: Halina Poswiatowska legt ihren ersten Lyrikband vor. Als sie 1967 erst 32-jährig stirbt, bewahren ein autobiografischer Roman und Hunderte von Gedichten diese faszinierende Stimme. Ungewöhnlich frei spricht sie von Liebe, Schmerzen und Sehnsucht.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2003
Selten sind Biografie und Werk so ineinander verwoben, meint Rezensent Uwe Stolzmann, wie im Fall der polnischen Dichterin Halina Poswiatowska, die als Kind an einem Herzklappenfehler erkrankte und zeit ihres kurzen Lebens gegen ärztliche Diagnosen und den eigenen bevorstehenden Tod ankämpfte. Verzweiflung, Auflehnung und Sehnsucht bestimmen den Klang dieser erstmals ins Deutsche übersetzten Gedichte über die Liebe und den Tod. Rezensent Stolzmann wundert sich dabei ein wenig über sich selbst, dass er den verführerischen Reizen der Gedichte von Halina Poswiatowska erlegen ist. Denn neben anrührenden Versen "von schwereloser Schönheit" fänden sich immer wieder auch belanglos wirkende Verse, die die Grenze zum Kitsch streiften. Und doch, bekennt Stolzmann, und doch bringen sie "tief innen" eine Saite zu Schwingen, von deren Existenz man bisher nichts ahnte.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2002
Erfreut zeigt sich Stefanie Peter, dass mit dem Gedichtband "Immer wenn ich leben will" zumindest ein Teil des lyrischen Werks von Halina Poswiatowska auf Deutsch zu lesen ist. Weniger gefällt ihr die zugrunde liegende "rein subjektive" Auswahl der Gedichte, die die "sinnliche und existentielle" Lyrikerin auf die bei ihr zugegebenermaßen dominanten, aber nicht einzigen Themen Liebe und Tod reduziert, wie der Untertitel schon ankündigt. Denn neuere Studien hätten in der "jungmädchenhaften, zärtlichen, leidenden" Poesie auch "selbstironische, groteske Elemente" entdeckt, die Bezüge zu Rilke und Zbigniew Herbert erkennen lassen. Diesen Aspekt von Poswiatowskas Werk blendet die vorliegende Sammlung leider aus, bedauert die Rezensentin. "Schade, man hätte sich als verspätetes Debüt dieser bedeutenden polnischen Lyrikerin im deutschsprachigen Raum einen etwas breiteren Querschnitt gewünscht." Trotzdem würdigt die Rezensentin den Band als wichtigen Schritt, Halina Poswiatowska, die seit ihrem Herztod 1967 im Alter von 32 Jahren in Polen Kultstatus genießt, auch deutschen Lesern zugänglich zu machen.
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