Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thea Dorn

Marleni

Hörspiel

Cover: Marleni

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN-10 3821852119
ISBN-13 9783821852119
CD, 19,90 EUR

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Klappentext

60 Minuten Laufzeit. Sprecherinnen: Gisela May und Gisela Uhlen. Regie: Jörg Jannings. Musik: Walter Florey. Leni Riefenstahl hat große Pläne: sie will Penthesilea drehen, ihren letzten Film, und das mit Marlene Dietrich, die, ein Wrack, seit acht Jahren ihr Riesenbett nicht mehr verlassen hat. "I've been photographed to death!" - mit diesem legendär gewordenen Diktum lehnt die Dietrich ab. An einem Wendepunkt des 20. Jahrhunderts trafen Marlene und Leni Entscheidungen, die entgegengesetzter nicht hätten sein können. Der Kampf zwischen den beiden preußischen "dirty old women", unterhaltsam und packend. Zwei Paraderollen für zwei Schauspielerinnen!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2002

Sehr zwiegespalten ist Martin Z. Schröders Urteil über dieses Hörbuch, das zwar fiktiv ist (die Autorin imaginiert ein Zusammentreffen zwischen der alten Leni Riefenstahl und einer schon inkontinenten und alkoholkranken Marlene Dietrich), gleichzeitig dokumentarische Genauigkeit für sich beansprucht. Einerseits hält Schröder Thea Dorns Text, der von den beiden "großen Schauspielerinnen" Gisela Uhlen und Gisela May gesprochen wird, für uninteressant, ja sogar für "hohl und charakterlos" und findet unglaubwürdig, dass die beiden "sich für ihre Leben rechtfertigen, als sei man mit fast hundert Jahren nicht ausgerechnet dessen müde". Andererseits ist Schröder so beeindruckt von Uhlen und Mays sprecherischer Leistung, dass er trotzdem Freude am Zuhören hat. So lautet sein Fazit, dass "dieses Hörbuch großartig wäre ohne seinen Text" und deshalb wünscht er sich, bald etwas anderes von den beiden gesprochen zu hören.

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