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Thomas Brasch
Shakespeare-Übersetzungen
Klappentext
Mit einem Nachwort von Claus Peymann. Fasziniert von der Komplexität der Shakespearschen Menschen und ihrer Sprache, hat Thomas Brasch seit Mitte der achtziger Jahre seinen Shakespeare geschaffen. Es sind die Übersetzungen eines modernen Elisabethaners: meisterhafte Aneignungen und Bearbeitungen, die sich an Shakespeares Fähigkeit messen, den längst bekannten Stoff noch einmal, aber anders und eigen zu erzählen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.08.2002
In mancher Hinsicht haben es Übersetzungen leichter als das schweren Verpflichtungen unterliegende Original, gibt Rezensent Burkhard Müller zu bedenken: Hat eine Übersetzung ihr Haltbarkeitsdatum für die Zeitgenossen überschritten, könne das Werk sie abstreifen wie eine Schlange die zu eng gewordene Haut und sie durch eine passende ersetzen. Dieses Wagnis hat der verstorbene Schriftsteller Thomas Brasch mit seiner neuen Shakespeare-Übersetzungen auf sich genommen, berichtet Müller. Nach annähernd zweihundert Jahren scheint ihm die Shakespeare-Übersetzung von Schlegel/Tieck, die er als "großes Sprachkunstwerk" würdigt, an die Grenze ihrer Bühnentauglichkeit gelangt. Insofern hält Müller Braschs Projekt für "so legitim wie wünschenswert". Am Beispiel prominenter Passagen aus "Richard III." und "Romeo und Julia" vergleicht Müller in einer Art Wettstreit dann die Übersetzungskunst von Schlegel/Tieck und Brasch. Dabei kann Müller zeigen, dass Brasch oft näher am Original ist und dennoch einen zeitgemäßeren Ton trifft. Bisweilen treffen allerdings beide nicht ganz ins Schwarze, meint Müller. Alles in allem viel Lob für Brasch. Fazit des Rezensenten: "Brasch hat die überaus schwierige Aufgabe, dem zeitgenössischen Ohr ohne Rätsel verständlich zu sein und doch die Achtung vor Größe und Alter dieser Dichtung zu bewahren, gemeistert."
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