Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl Kraus, Mechtilde Lichnowsky

Verehrte Fürstin

Karl Kraus und Mechtilde Lichnowsky. Briefe und Dokumente. 1916-1958

Cover: Verehrte Fürstin

Wallstein Verlag, Göttingen 2001
ISBN-10 3892444765
ISBN-13 9783892444763
Gebunden, 256 Seiten, 25,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin, Eva Dambacher u. a.. Es war der Verleger Kurt Wolff (1887-1963), der 1913 die Begegnung zwischen seiner Autorin Mechtilde Lichnowsky (1879-1958) und einem Schriftsteller zu stiften versuchte, um den er sich damals für seinen Verlag leidenschaftlich bemühte: Karl Kraus (1874-1936). Endlich, nach langem Sträuben, kommt es 1916 zur Gründung des "Verlags der Schriften von Karl Kraus" unter dem Dach des Kurt Wolff Verlags - und Karl Kraus begegnet Mechtilde Lichnowsky 1917 bei einer seiner Lesungen. Es entsteht eine Freundschaft, die Sidonie Nadherny und Mary Dobrzensky miteinschließt. Zu den Nestroy-Vorlesungen seines Theaters der Dichtung schreibt Mechtilde Lichnowsky die Musik, die Kraus einem begeisterten Publikum vorträgt. Die Edition enthält alle in öffentlichen und privaten Archiven erreichbaren Briefe und Gegenbriefe; sie werden durch Briefe und Dokumente Dritter ergänzt, die zum Verständnis des Textes beitragen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002

Rezensent Paul Jandl freut sich, dass der Wallstein Verlag zwei Bände mit Briefwechseln von Karl Kraus mit seiner frühen Geliebten Annie Kalmar und mit Mechtilde Lichnowsky herausgegeben hat. Denn beide seien "vorbildlich ediert" und zeigten den Privatmensch Kraus als einen "zartfühlenden" Menschen. Ab 1916 korrespondierte der Satiriker mit der Fürstin Lichnowsky, einer Freundin von Kraus' Geliebter Sidonie Nadherny von Borutin und ebenfalls Schriftstellerin und Intellektuelle, berichtet Jandl. Sie komponierte für seine Nestroy-Abende und schien außerdem, meint der Rezensent, für Kraus eine Art "geistiger Adel" gewesen zu sein, der mit seinen revolutionären Ideen nicht nur lyrisch eine Verbindung einging.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren