Mit Kommentarbeiträgen von Günther Distelrath, Kurt Dopfer, Josef Kreiner, Masamichi Komuro, Hidetomi Tanaka und Kiichiro Yagi. "Vom Ursprung des Wertes" kreist um ökonomische, sozialpolitische und moralphilosophische Themenstellungen, die der Übersetzer - Günther Distelrath von der Forschungsstelle Modernes Japan der Universität Bonn - der besseren Verständlichkeit willen für den westlichen Leser in Kapitel gegliedert hat. So setzt sich Baien u.a. mit den materiellen Grundlagen des Wirtschaftens, dem Wert und Nutzen der Metalle, dem Verhältnis von Macht, Währung und Gütern, dem Mechanismus des Geldumlaufs und mit der Entstehung des Marktes, den Kehrseiten der Geldwirtschaft, der gerechten Wirtschaftsstruktur und der Qualität des Geldes, der Reform der Wirtschaftspolitik der Lehnsfürstentümer, den Vorteilen der Nachhaltigkeit, den Regeln für Regierungskunst und rechtes Wirtschaften, dem Preis für Lohnarbeit, mit Geldumlauf und Güterproduktion sowie der rationalen Nutzung der Ressourcen Wohlstand und Tugendhaftigkeit auseinander.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2002
Das klassische Buch der japanischen Wirtschaftstheorie entstand etwa zeitgleich mit Adam Smiths "Wealth of Nations", war allerdings zunächst nur eine handschriftlich weitergegebene Denkschrift für einen Samurai, die Veröffentlichung erfolgte 1905. Zwar kann Baien - wie der Rezensent Detmar Doering einräumt - das Problem der klassischen modernen Ökonomie, nämlich die "Marktkoordination individueller Akteure", im ständisch organisierten Japan noch nicht in den Blick bekommen, dennoch nehme er viele jüngere Erkenntnisse auch der westlichen Wirtschaftswissenschaft vorweg: das betrifft etwa den "Wert"- und den "Geld"-Begriff. Gerade das Nebeneinander von "Archaischem und Modernem" aber macht, so Doering, dieses Buch zu einer spannenden Lektüre.
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