Günther Nennings Kolumnen, Kommentare, Essays sind "Lichtblicke im finsteren Medienwald", urteilte ein Journalistenkollege. Seine Texte erscheinen in Österreich, Deutschland und der Schweiz und weisen ihn so wie seine Vorträge im In- und Ausland als Prototyp eines weltoffenen, aber sehr selbstbewussten Österreichers aus. Die Farben auf seiner Meinungspalette benennt er "rot, grün und hellschwarz". Er versteckt auch nicht, dass er ein kämpferischer Christ ist und dass es die christlichen Werte sind, die im Kampf gegen den internationalen Terrorismus verteidigt gehören und nicht der Supermarkt, der Erlebnisurlaub und die Spaßkultur des Westens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.07.2002
Franz Schandl muss dem Autor, der als Chefkolumnist in der größten österreichischen Boulevardzeitung schreibt, fast widerwillig zugestehen, dass er sein Handwerk versteht. Es gebe zwar kaum ein "Vorurteil" und keinen "Stumpfsinn", den Nenning nicht aufgreifen würde, doch tue er dies mit "Wortgewandtheit" und durchaus witzig, so der Rezensent gerecht. Schandl kommt nicht umhin, die "Belesenheit" des Autors, der sowohl aus dem "Kapital" wie aus der Bibel wendig zu zitieren weiß, zu bewundern und bedenkt ihn mit dem zweifelhaften Lob des "Großmeisters der Gewöhnlichkeit". Mitunter warte er in seinen Kolumnen zumindest mit gesundem Menschenverstand auf, und so seien seine Texte wenigstens "das Originellste", was in Österreichs Boulevardzeitungen zu findet sei, so der Rezensent abschließend.
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