Mit Farbfotos von Joachim Hamster Damm. Das Buch ist eine Hommage an Lappland, seine Landschaft und die Samen, die dort leben. Durch die einsame Bergwelt dieses Landes wandern, jeweils sieben Tage lang und unabhängig voneinander, eine Frau und ein Mann. Sie ist fast sechzig, er um die Dreißig. Wie Batje und Nanna, das Urpaar der samischen Legende, sind sie ganz auf sich gestellt. Die Begegnung mit der Landschaft des Padjelanta in Nordschweden wird für sie zum Experiment mit der Einsamkeit. Das Buch ist eine Meditation über den gegenwärtigen Zustand der Welt.
Rezensent Tobias Gohlis kniet nieder: "Dieses Buch ist ein Geschenk." Wer einmal selbst versucht habe, "den Reichtum einer Reiseerfahrung in allen seinen sinnlichen, gedanklichen und ästhetischen Facetten zu erfassen" wird, so Gohlis, diese Tage- und Nächtebücher betreten wie eine Wunderkammer. Dem Rezensenten zufolge handeln sie von der "Aneignung einer Landschaft im Gehen". Schriftstellermutter Sigid Damm und Künstlersohn Hamster erzählen von einer sieben Tage dauernden Wanderung oberhalb des Polarkreises: "Eine oder zwei Seiten sind sein Bericht, dann kommen eine oder zwei Seiten von ihr, so geht es sieben Tage und sieben Kapitel lang." Großformatige Fotografien saugen den Rezensenten in die "Weite der Seen" und locken ihn "ins dämmernde Heidekraut". Mächtiger noch schwillt der Rezensententon bei der Rückkehr in die Texte an, von denen er sich weitertragen lässt, wenn sein Blick erschöpft ist "von den Rätseln der Imagination". Manche Formulierung des Rezensenten weckt beim Leser ernste Sorgen um dessen Gesundheitszustand. Alles in allem scheint das Buch eine ziemliche Droge zu sein.
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