Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Hans-Ulrich Möhring. Die Zeit wird knapp - schon hat die Gralsbruderschaft die Vorbereitungen abgeschlossen, bald wird das Netzwerk stehen, und dann wird es kein Entkommen mehr geben. Da sehen sich Renie, !Xabbu und die anderen Freunde einer noch schlimmeren Gefahr gegenüber: Dread, der durchgeknallte Killer des größenwahnsinnigen Jongleur setzt zu seinem letzten Coup an: Er wird die Kontrolle an sich bringen, er wird sein Werk der diabolischen Zerstörung beenden. Und dann gibt es vielleicht keine reale Welt mehr, in die die Freunde zurückkehren können.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.10.2002
Uwe Pralle taucht unmittelbar ein in die Fantasy-Welt des Williamschen Epos, und ist begeistert. Was eigentlich das Script eines Fantasy-Games hätte sein können, und deshalb die Faszination an PC-Spielen als Konkurrenz auf sich nehmen muss, erweist sich in der Tat als Literatur, so Pralle. Sogar als solche, für die "das Korsett der Genrebezeichnung 'Fantasy' zu eng" ist. Die Pioniere des Cyberspace werden in diesem Buch, dem vierten und letzten Band des umfangreichen Werkes, beim Wort genommen, wie Pralle umfangreich ausführt. Dabei komme nicht einmal der "menschliche Faktor" zu kurz. In der fiktiven Welt eines elektronischen Paralleluniversums, in dem die elektronischen Netzwerke von der Bedrohung der Zeit befreit werden, sieht der Rezensent auch so altbekannte Dinge wie Liebe und Hass, Habsucht und Neid, sowie Fragen des Gemeinsinns nicht vernachlässigt. "So sind die Innenwelten von Otherland Emanationen einer kindlichen Seele, die darunter leidet, als Betriebssystem diese virtuelle Welt mit ihrer künstlichen Intelligenz immer weiter programmieren zu müssen." Diese Art der literarischen Verrätselung, deren bizarre und melodramatische Gestaltung von Pralle mit Filmepen von Georg Lucas verglichen werden, müsse niemanden abschrecken. Es ist für ihn - obgleich ein wenig der zeitlichen Entwicklung hinterher - die "literarische Antwort auf die Faszination der Playstation- und PC-Games".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.06.2002
Mit Otherland, einer auf vier Bände angelegten Reise durch virtuelle Welten, hat Tad Williams, ruft Sigi Seuss begeistert aus, ein "Meisterwerk der genreübergreifenden Science Fiction" geschrieben, das "Maßstäbe" für die "Nach-Tolkien-Generation" setzen werde. "Meer des silbernen Lichts" ist der vierte und letzte Band dieses Epos, und das findet Seuss auch gut so. Denn irgendwann werden die abwegigen und abenteuerlichen Episoden zu viel für des Lesers Gemüt und Verstand, da ist es richtig, denkt der Rezensent, zum Schluss zu kommen. Nichtdestotrotz hält er das Werk für meisterlich und hat während der Lektüre sein Lesesofa nur noch verlassen, wenn "das vegetative System an dringende Bedürfnisse erinnerte".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








