Elfriede Kern

Schwarze Lämmer

Roman
Cover: Schwarze Lämmer
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2002
ISBN 9783902144119
Gebunden, 178 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Ada macht ihrem Bruder schwer zu schaffen. Seit dem Tod der Mutter versucht sie, sein Leben in ihren Griff zu bringen. Doch alle Drohungen nützen nichts. Arthur streift weiterhin ungerührt durch die Stadt und den angrenzenden Wald, ziellos, planlos. Da entdeckt er eines Tages ein unheimliches Arrangement auf einer Lichtung: weißgebleichte Knochen auf einem schwarzen Tuch, sichtlich nach einem genauen Plan ausgelegt. Seine Neugier ist geweckt, er pirscht sich an...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.08.2002

Etwas zu erratisch wirkt das Buch auf Günther Stocker. Was passiert, wenn man dem Fremden die Tür öffnet, die Irrationalität mehr und mehr in sein Leben lässt, davon handelt die Geschichte. Zunehmend irrationaler wird dementsprechend die Handlung, sie folgt "immer mehr der bizarren Logik von Leitmotiven und Märchenelementen". Am Anfang hat das für Stocker durchaus noch einen gewissen Reiz, wenn die Erwartungshaltung des Lesers permanent durchbrochen wird, mit der Zeit aber verflache der Roman aber immer mehr zu einer "krausen Abenteuergeschichte mit Horroreffekten", findet der Rezensent. Da helfe es dann auch nicht mehr viel, wenn das Ganze "spannend erzählt" sei.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.06.2002

Ein auf sich selbst gestellter Junge entdeckt im Stadtwald ein unheimliches Knochenarrangement. Indem er die Lage der Knochen verändert, scheint er die Grenze zwischen Wirklichkeit und Märchen aufzuheben, und es kann sich eine seltsame, bedrohlich wirkende Geschichte entwickeln, die den Rezensenten Kai Martin Wiegandt in ihrer Ambivalenz verunsichert und offensichtlich am Ende "verwirrt" zurücklässt. Diese Mystery-Story nach TV- und Kinovorbild führt auf "meisterhafte" Weise in die Irre, schreibt Wiegandt: alles ist "sterbensruhig", das Erzählte unabänderbar bereits geschehen, während sich tatsächlich im unvorhersehbaren Handeln der Protagonisten gut und böse verwischen und Unvereinbarkeiten zur Wirkung kommen. Der Rezensent ist unermüdlich am Psychologisieren, doch "der Text bleibt neblig".
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