Aus dem Französischen von Susanne Rick. "Man kann die Zukunft auch vom Liegestuhl aus betrachten.": zum Beispiel mit dem "Kleinen Buch der Faulheit" in der Hand. Es enthält eine anregende Sammlung von Gedanken über das harmloseste aller menschlichen Laster.
Als Gegenmittel zu seiner letzten Rezension (ein Buch über Arbeitssucht als Volkskrankheit), hat sich Franz Schuh diesmal ein Buch über die Faulheit ausgesucht. Allerdings, findet Schuh, wäre der Titel "Handbuch der Faulheit" treffender gewesen - aus zwei Gründen: zum einen aufgrund seiner Größe und zum anderen, weil es nichts enthält, was nicht schon auf der Hand läge. Hier tummeln sich bemühte Aphorismen und "batzweiche Synthesen", die jeglichem Konflikt den Wind aus den Segeln nimmt. Natürlich, räumt der Rezensent ein, ist Chabouds dialektische Überlegung richtig, dass es einen Menschen nicht faul, sondern unglücklich macht, wenn man ihm seine Arbeit wegnimmt. Doch Schuh betont, es gehe hier wohlgemerkt um "seine" Arbeit, nicht "eine" Arbeit. Vom Umkehrschluss dieses Gedankens (nämlich Glück durch Arbeit) sei Chaboud allerdings meilenweit entfernt, bemerkt Schuh etwas mitleidig. Er setze Faulheit mit Humanismus gleich und verwechsle offensichtlich glückliche Gelassenheit mit lebloser Entkräftung. Das Einzige, was der Rezensent wirklich gerne erfahren hat: der japanische Ausdruck für faul ist "glücklich wie ein Europäer".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…