Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
In seinen Erinnerungen schildert der 1999 verstorbene Journalist Sebastian Haffner die ersten drei Jahrzehnte seines Lebens. Nüchtern blickt er auf die Jahre zwischen 1914 und 1933 zurück, spiegelt er das Politische im Individuellen, benennt er Gründe für seine persönliche Entwicklung und die seines Volkes. Ein verlorenes Kapitel über NS-Rechtsreferendare ist von einem Doktoranden im Nachlass, der im Bundesarchiv verwahrt wird, aufgefunden worden, ebenso das vollständige Kapitel Machtergreifung, das nach der Veröffentlichung zu Lebzeiten Haffners im Stern verloren ging. Diese Textteile sind in die Taschenbuchausgabe integriert worden, so dass diese als erste den vollständigen Text anbietet.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.03.2003
Volker Ullrich ist voller Lob für das eigentliche "Debüt" des Publizisten Sebastian Haffners, seine Erinnerungen der Jahre 1914 bis 1933. Das Buch erschien 2000 als Nachlassveröffentlichung, Haffner hatte es jedoch im Jahr 1939 aus der Emigration heraus geschrieben. Ullrich schwärmt für die "früh vollendete Virtuosität" Haffners. Alle Zutaten für exzellentes Geschichtenerzählen seien in dem Werk versammelt: "knapp zupackende Sprache", "provokativ zugespitzte These" und die Fähigkeit, eine Situation oder eine Person mit wenigen "Strichen zu charakterisieren". Der Rezensent bescheinigt Haffner eine beeindruckende Analysefähigkeit, beispielsweise die Erläuterung seiner Kernthese der "Anfälligkeit der zwischen 1900 und 1910 Geborenen" für Nationalsozialismus und Nihilismus. In so manchen Kritikeraugen schienen gerade "die erstaunlich hellsichtigen Prognosen" über die Ziele der Nazis ein Indiz für offensichtliche Fälschung des Verfassungsdatum, zu sein. Das Werk sei eine beeindruckende Lektüre über die "Sozialpathologie einer Gesellschaft", die sich "willig" und "widerstandslos" dem Nationalsozialismus ergab, resümiert ein begeisterter Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2002
In seiner Besprechung der Taschenbuchausgabe von Sebastian Haffners posthum veröffentlichter "Geschichte eines Deutschen" widmet sich Roland Kany vor allem zwei Ergänzungen, die in der Erstauflage nicht abgedruckt sind: Es handelt sich einmal um ein vergessenes Blatt aus Haffners Typoskript, dass Beobachtungen der deutschen Kriegseuphorie durch den siebenjährigen! Haffner aus dem Jahr 1914 enthält. Und zweitens um den vierzigseitigen Schluss, der mit dem Nachlass im Bundesarchiv lag. Dieser "faszinierende" Schlussteil ermöglicht ein vollkommen neues Verständnis der Komposition des Buches, findet Kany, da er genau an diejenigen Beobachtungen anschließe, die das nachgetragene Blatt im Kapitel 25 beinhalten: denn im Schluss analysiere Haffner "messerscharf", was er auf dem nachgetragenen Blatt als Kind erlebt hatte. Was wohl noch alles im Bundesarchiv schlummern mag, fragt sich nun der Rezensent und berichtet, dass auch ein Nachwort von Sebastian Haffners Sohn in die Taschenbuchausgabe aufgenommen worden ist. Skizziert wird darin die Entstehungsgeschichte des 1939 abgeschlossenen Buches, so der Rezensent.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








