Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Französischen von Else von Schorn. "Der Glöckner von Notre Dame", dieses Meisterwerk der französischen Romantik, ist eine Liebeserklärung an die Stadt Paris. Die Handlung spielt im 15. Jahrhundert. Quasimodo, der bucklige Glöckner von Notre Dame, verliebt sich in die schöne Zigeunerin Esmeralda und versucht, sie vor den Fängen des Gesetzes und der Kirche zu schützen. Die auf 11 Bände ausgesprochen breit und episch angelegte Erzählung erschien 1831 und gilt als bedeutendster historischer Roman des 19. Jahrhunderts und in seinen Bezügen zum Mittelalter - Schauplatz der Handlung ist das Paris des Jahres 1482 - und in dem gegenklassischen Weltbild, das er entwirft, als Hauptwerk der französischen Hochromantik.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.04.2002
Rezensent Lothar Müller konzentriert sich in seiner Besprechung von Hugos Roman, der jetzt zum 200. Geburtstags des Dichters in die Reihe "Große Klassiker im Insel Taschenbuch" aufgenommen wurde, im wesentlichen auf die Übersetzung von Else von Schorn. Die ist nicht mehr taufrisch. Wie der Rezensent ausführt, erschien Schorns Übersetzung erstmals im Jahre 1914, dann wieder 1952 und noch mal 1996. Ärgerlich dabei findet der Rezensent, dass der Verlag verschweigt, dass Schorns Übersetzung - im Unterschied zu Hugo Meiers bei Manesse erschienener - unvollständig ist: Schorn hatte die architekturhistorischen und polemischen Passagen des Romans stillschweigend gekürzt. Sie machte sich nach Ansicht des Rezensenten damit der "Ersetzung der Kathedrale durch den Glöckner Quasimodo als Hauptfigur" schuldig und leistete so einem popularisierten und verkitschten Version des Romans Vorschub. Nachdem der Roman sein grelles Personal an Film und Musical verloren habe, so der Rezensent, könnten für heutige Leser seine Stärken "als historischer Essay, als Beitrag zur imaginären Archäologie" wieder hervortreten. Aber nicht in der Ausgabe des Insel-Verlages. Eine Verlagsnotiz über die Kürzungen hätte der Ausgabe laut Rezensent "gut angestanden".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








