Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Im Ententeich: Redaktionsblog
Scholl-Latour: Kristina Köhler ist ein Skandal
Von Thierry Chervel, 05.01.2010, 09:01
Peter Scholl-Latour war immer schon berühmt als Experte für alles und für tiefen Einblicke in die Seelen der Völker. Hier ein weiterer Beweise für das Ausmaß seiner Völkerverständigung, ein FAZ-Interview, das wir (dank Cora Stephan) erst jetzt entdecken:
"Scholl-Latour: Dass wir jetzt eine Familienministerin mit Zuständigkeit für den Islam benennen von 32 Jahren, die nicht verheiratet ist, keine Kinder hat - was die Familie betrifft, ist mir das egal, aber dass sie sich um den Islam kümmert, ist ein Skandal.
Frage: Was ist daran skandalös?
Scholl-Latour: Weil Sie keine Ahnung hat. Und man muss auch Rücksicht nehmen auf die Mentalität dieser Völker. Für die ist eine 32 Jahre alte ledige Frau, die in wilder Ehe lebt, wie man früher sagte, inakzeptabel." mehr lesen
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Islam, Peter Scholl-Latour
Islam ist nicht Islamismus
Von Thierry Chervel, 15.09.2009, 07:09
Früher hieß es: Die Rechte verteidigt "die Kultur", die Linke kämpft für "die Zivilisation". Die Rechte akzeptiert Ungleichheit als etwas natürlich Gewachsenes. Die Linke kämpft für Universalia wie zum Beispiel auch die Gleichheit der Menschen. Die Rechte befürwortet ein traditionelles Frauenbild, die Linke kämpft für Emanzipation. Aber so ist es nicht, vielleicht war es ja noch nie so: In Wirklichkeit ist sich die Linke mit der Rechten einig.
Im Blick auf die berühmten "anderen Kulturen" zeigt sich: Eigentlich ist es die Linke – und besonders die einst von Bourdieu beschworene "linke Linke" die an den verlorenen Gewissheiten der Rechten festhält: Kultur, Tradition, Sitte, Kopftuch, Religion, Unterwerfung. Die Rechte war dabei ehrlicher, weil sie diese Werte und die daraus resultierenden Zwänge auch fürs eigene Milieu einforderte. Die Linke aber hat für die "anderen Kulturen" ein anderes Programm als für die eigene. Sie ist also nicht nur reaktionär, sondern rassistisch.
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Freitag-Aufruf, Islam, Islamismus
Archiv
Archiv: Presseschauen
Zeitung lebt
12.03.2010. In der NZZ erklärt der Autor Hans Maarten van der Brink, warum die Holländer im Juni Geert Wilders zum Premier wählen könnten. Die FR möchte kein Leichtgewicht mehr sein, sondern ein Trumm werden. Die Welt wünscht Griechenland mehr anglikanische Arbeitsethik. Die taz hat Freude an Joanna Newsoms Organ. Die FAZ verteidigt die Freiheit der Kunst. Mehr lesen
Mein Gott, dein Gott, kein Gott
12.03.2010. Berliner Zeitgeist: Lutz Rathenow sondiert die Sinnangebote im Religions-Supermarkt der Hauptstadt - Under Cover in Paris: Selbstversuch mit der Burka - Kognitive Immunität vor Informationsflut - Herta Müller trifft Ai Weiwei - Der politische Bruder: Zum 60. Todestag von Heinrich Mann - Wirtschaftsjournalismus: Antwort der Studienautoren auf die Kritik der dpa - Erinnerungen: Patti Smith, die Überlebende + Singender Sohn: The Sound Of Simon. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
12.03.2010. Konstruktiv oder destruktiv?
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Huhn so, Schwein anders
09.03.2010. In Magyar Narancs fordert Agnes Heller mehr Zivilcourage von den Ungarn. Warum konservative Kreise in Ägypten Frauen gern als Bonbons sehen würden, erklärt Mohammed Ali Atassi in Qantara. In Resetdoc sieht Olivier Roy kaum mehr Platz für ein Blatt Papier zwischen christlichen Rechten und säkularen Linken. Im Magazin erklärt der Philosoph Ludwig Hasler - nicht nur - den Schweizern: Wer heute das Mittelmaß bevorzugt, kann morgen nicht Elite erwarten. In Prospect erklärt Jonathan Safran Foer, warum er kein Huhn im Bett wünscht - und auch nicht auf seinem Teller. Die NYT begibt sich auf human-flesh search und findet eine Katzenmörderin. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Herrlich nutzloses Wissen
12.03.2010. Die FAZ liest lustvoll Kathrin Rögglas wütend reflektierende Monologe "die alarmbereiten". Mit Begeisterung entdeckt die FR in Martin Walsers Tagebüchern "Leben und Schreiben" die Mentalitätsgeschichte eines ganzes Landes. Die SZ folgt amüsiert Erwin Einzingers "Von Dschalalabad nach Bad Schallerbach". Thomas Lang eröffnet ihr mit "Bodenlos" die pure Hölle. Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010. Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010. Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.
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Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010. Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Archiv: Magazin
Neid und Gier in Darmstadt
11.03.2010. Seit 2004 veranstaltet der Pfarrer der Stadtkirche Darmstadt einen Predigtzyklus zu den zehn Geboten. Er lädt zu diesen Predigten prominente Autoren ein. Götz Aly deutet das Neunte Gebot am Beispiel der Judenverfolgung in Darmstadt: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Mehr lesen
Zehn Jahre Perlentaucher
04.03.2010. Der Perlentaucher wird am 15. März zehn Jahre alt. Er ist mit zwei Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse präsent
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Was heißt da Pfusch?
18.02.2010. Bisher war das fröhliche Köln nicht zu erschüttern, höchstens sein Stadtarchiv. Doch der Bau der U-Bahn wird mit gleicher Sorglosigkeit weiterbetrieben. Aber geht es hier wirklich nur um Pfusch am Bau oder um konzertierte Sabotage mit womöglich katastrophalen Folgen? Ein Entsetzensschrei aus dem noch nicht ganz eingestürzten Köln. Mehr lesen
Offener Brief von Liao Yiwu an Angela Merkel
09.02.2010. Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu, Autor von "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser", darf China nicht verlassen, um zur lit.cologne zu reisen. In einem Offenen Brief wendet er sich an die Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Lassen Sie es nicht zu, dass die Literatur erneut von der Macht gedemütigt wird!" Mehr lesen






