Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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Im Ententeich: Redaktionsblog
Google books paradox
Von Thierry Chervel, 15.11.2009, 20:11
Google wird nach der neuen Version des Google Book Settlement nur noch amerikanische Bücher online verfügbar machen, heißt es (mehr zu den Details des neuen Google Book Settlement bei irights.info). Der ehemalige Direktor der Bibliothèque, Jean-Noël Jeanneney, hatte vor ein paar Jahren die Horrorvorstellung verbreitet, Google Books würde durch Bevorzugung der eigenen Sphäre die amerikanische Hegemonie steigern. Europäische Politiker nickten ernst und versprachen Abhilfe. Nun ist Jeanneneys Horrorvision wahr geworden - durch den Widerstand der Europäer.
Thierry Chervel
Twitter.com/chervel
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Google Book Settlement
Die Früchte des Internets
Von Thierry Chervel, 15.07.2009, 23:07
Am Ende durfte auf einem dichtbesetzten Podium kurz auch mal die Dame von Google sprechen. Sie sehe gar nicht, wo das Problem sei, sagte Anabella Weisl, die bei Google Deutschland für die Buchsuche zuständig ist: Zwischen den Interessen von Google und den Interessen der Unterzeichner des Heidelberger Appells bestehe doch gar kein Widerspruch. Herzliches Gelächter.
Weisl hatte es wirklich nicht leicht. Das Kräfteverhältnis von Befürwortern des Appells zu Google war auf dieser Veranstaltung ungefähr so ungleich wie das Kräfteverhältnis von Google zu den Appellierenden im Internet. Ausgerichtet war sie ja gerade von den Initiatoren des Appells. Das Frankfurter Literaturhaus hatte seine Räume geboten. Die Schirmherrschaft (und auch das viel zu knapp bemessene Büffet?) hatte ausgerechnet die Frankfurter Allgemeine Zeitung übernommen. Frank Schirrmacher höchstselbst hatte die Einführungsworte sprechen sollen hielt sich aber interessanter Weise fern - vielleicht möchte er nicht, wie jüngst Hubert Burda, den Zorn der doch konsistenter werdenden ... mehr lesen
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Google Book Settlement, Heidelberger Appell, open access, Urheberrecht
Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge
Von Thierry Chervel, 05.07.2009, 19:07
Neulich habe ich einen Artikel von Alain Finkielkraut über eines seiner Idole, den großen Schriftsteller Milan Kundera gelesen. Kundera hat in Frankreich einen Band mit neuen Aufsätzen publiziert, "Une rencontre". Dazu gehört ein Aufsatz über einen längst vergessenen Roman von Anatole France, "Les dieux ont soif", der von einem Maler zur Zeit der französischen Revolution handelt. Dieser Maler identifiziert sich mit dem Terror - und wird sich schuldig machen.
Nun weiß man, dass Kundera kürzlich selbst ins Gerede kam, weil er auf einem - unbezweifelbar echten - tschechischen Polizeidokument als Verräter eines jungen Kuriers der Amerikaner aufgeführt ist, der bei einer Freundin übernachtete (mehr hier). Kundera hat sich dazu nicht geäußert. Die Affäre wurde begraben. Aber natürlich wäre es interessant, den Essay über den Roman von France zu lesen, denn vielleicht äußert sich Kundera darin indirekt.
Und natürlich wäre es interessant, den Roman von ... mehr lesen
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Google Book Settlement, Google Buchsuche, Heidelberger Appell
Google Book Settlement wird überprüft
Von Thierry Chervel, 03.07.2009, 10:07
(Via turi2) Die New York Times meldet, dass das Google Book Settlement im amerikanischen Justizministerium kartellrechtlich überprüft werden soll. Das Justizministerium hat dies in einem Brief an die Richter mitgeteilt, die über das Google Book Settlement befinden sollen: "Antitrust experts said the letter was the latest indication that the Justice Department is seriously examining complaints that the agreement would grant Google the exclusive right to profit from millions of so-called'“orphan works,' books that are out of print and whose authors or rights holders are unknown or cannot be found."
Auch das Blog Techcrunch bringt einen interessanten Beitrag zum Thema: Michael Arrington interviewt den Kartellrechtsexperten Garry Reback, der das Google Book Settlement ebenfalls bedenklich findet (ab Minute 30 im Video). mehr lesen
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Google Book Settlement
Archiv
Archiv: Presseschauen
Muss ich etwas zu sagen haben?
20.03.2010. Die Welt trifft den Dichter Bei Dao in Hongkong, dessen Bücher in China immerhin wieder erscheinen dürfen. In der FAZ erklärt Jürgen Kuri, dass nur Soziale Netzwerke Googles amoralischen Algorithmen etwas entgegensetzen können. In der SZ bekommen Mädchen und Damen wieder Zustände. In der taz hört Klaus Theweleit Jimi Hendrix. Mehr lesen
Starke Beißhemmung
19.03.2010. Verrissen und verkauft: Helmut Böttiger über den Zustand der deutschen Literaturkritik und Michael Angeles Plädoyer für den Verriss - Buchpreis: Gänseblümchen statt Skandal - Raffinessen der Reproduktion oder Wider die Diktatur des Originals: Wolfgang Ullrichs "Raffinierte Kunst" - Der Teufel blieb: Alfred Döblins monumentales "Erzählwerk" - Wolf Schneider über die "unendliche Geschwätzigkeit" der Blogger + Meinungsmacht Fernsehen. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
17.03.2010. Trennung? Mehr lesen
Weniger Glanz, mehr Knirschen
16.03.2010. Die New York Times untersucht den neuen Realitätshunger. In Salon findet Andrzej Stasiuk nur individuelle Realitäten. In der Gazeta Wyborcza ergründet der Ethnologe Tomasz Rakowski die Realität der Armenschächtler. Manchmal sind Realitäten auch austauschbar, lernt El Pais Semanal von der Financial Times. Le Monde diplomatique informiert über den Stand der Verhandlungen zu Acta. Und der New Yorker erlebt die Kulturindustrie in Höchstform. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Vexierspielkünstler
20.03.2010. Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010. Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010. Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010. Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Archiv: Magazin
Gezwitscher
18.03.2010. Das Telefon klingelte und der Anrufbeantworter sprang an, das Notebook meldete ein Twitter-Update und an der Haustür klopfte es unerhört selbstbewusst... Eine Erzählung Mehr lesen
Preis der Leipziger Buchmesse für Georg Klein
18.03.2010. Nein, nicht Helene Hegemann bekommt den Preis der Leipziger Buchmesse, sondern Georg Klein für seinen "Roman unserer Kindheit". Wir gratulieren dem Autor! Und für den Leser gibt es hier eine Leseprobe.
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Die stärksten Triebkräfte bei Büchern
16.03.2010. Vor der Leizpziger Buchmesse: Ein Blick auf europäische Bestsellerlisten zeigt, dass keineswegs nur die angloamerikanischen Dampfmaschinen ziehen. Übersetzt wird trotzdem zu wenig, und es fehlen Übermittlungskanäle. Mehr lesen
Neid und Gier in Darmstadt
11.03.2010. Seit 2004 veranstaltet der Pfarrer der Stadtkirche Darmstadt einen Predigtzyklus zu den zehn Geboten. Er lädt zu diesen Predigten prominente Autoren ein. Götz Aly deutet das Neunte Gebot am Beispiel der Judenverfolgung in Darmstadt: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Mehr lesen






